Waldfeucht: Kinder tanzen das Ballett „Schneewittchen“ mit viel Hingabe

Waldfeucht : Kinder tanzen das Ballett „Schneewittchen“ mit viel Hingabe

Wenn auch die kleinsten Darsteller ganz groß rauskommen, dann ist das schon was Besonderes, so besonders wie die Aufführung des Märchens „Schneewittchen“ mit Kindern des Ballettstudios Tanztraum.

Zwei rundum gelungene Vorstellungen gaben die jungen Tänzer, die bei Tanzpädagogin Janine Schwartzmanns in so gut Händen waren, dass nicht nur die Zwerge, die Schneewittchen, die Königin, die Waldelfen, die Jäger, der Spiegel und das Feuer, die Hofgesellschaft, der Prinz sondern auch die Mäuschen einen ganz großen Auftritt hatten.

Lobeshymnen wie „einfach genial“ gibt Janine Schwartzmanns gleich weiter an das große Elternteam und ihre Familie, die diese absolut professionelle Darbietung erst möglich gemacht haben. Zwei ausverkaufte Aufführungen mit insgesamt 800 Besuchern werden dem Publikum und vor allem den Kindern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Gerade mal vier Jahre alt sind die Kinder der Mäusegruppe. Wie alle anderen Gruppen traten die Kleinsten in sehr schönen Kostümen auf. Allein der kleine Mäuserich dürfte vielleicht bei Mama ein wenig gemeckert haben. Hatte er doch als einziges Mäuslein feststehende Ohren.

Die sorgten beim Paartanz mit der kleinen Mäusedame dafür, dass ihm die schwarze Kappe immer wieder vor die Augen rutschte. „Da musst Du durch“, hatte Mama ihm mit auf den Weg gegeben. Mama wusste schließlich, wovon sie redet. Auch in ihrer Bühnenkarriere dürfte es schon mal solch kleine Pannen gegeben haben. Janine Schwartzmanns Rat an ihren Mäuserich und Sohn Mika zeigte auf jeden Fall Wirkung.

Sein Auftritt mit Mäusedame Karolin Classen in der tollen Mäusegruppe war sicherlich eines der vielen Highlights der „Schneewittchen“-Aufführung — auch wenn dieser Part vielleicht nicht ganz so geplant war.

Bei allen Kindern hatte man den Eindruck, dass sie in ihrer Rolle aufgingen, sehr gut vorbereitet waren und mit viel Selbstbewusstsein auf die große Bühne traten. Malin Ernst hatte sicherlich wie die meisten ihren Kollegen Lampenfieber. Sie spielte in der ersten Vorstellung die Hauptrolle des Schneewittchens. Eine ganze Weile saß sie im Blick der Zuschauer an der Bühnenrampe, während in ihrem Rücken sich die Geschichte bis zum Zusammentreffen mit den sieben Zwergen entwickelte.

Dann gehörte die Bühne ihr ganz alleine. Wie die junge Dame diese Spannung meisterte und mit großer Selbstsicherheit eine wunderbare Tanzdarbietung ausführte, das war schon außergewöhnlich und wurde mit viel Applaus belohnt. Hanna Frenken, das Schneewittchen der zweiten Vorstellung, bewies ebenfalls, dass sie eine ausgezeichnete Besetzung war. Daria Hockerts glänzte an beiden Tagen als Königin. Die Rolle des Prinzen teilten sich Liz Bredwold und Maya Braun.

Und da Schneewittchen ohne die sieben Zwerge nun mal nicht denkbar ist, seien diese stellvertretend für die vielen anderen Tänzer genannt: die Zwerge vom Samstag: Sophia Plücken, Lisan Niessen, Charlotte Peters, Antonia Gantevoort, Fiona Hörter, Lena Lentz, Ronja Laurien; die Zwerge vom Sonntag: Louisa Nießen, Mia Sophie dos Santos, Sarah von Birgelen, Mila Jaremkiewicz, Mila Klinkenberg, Paula Hörter, Nele Keulen.

Damit alle Akteure auf der Bühne ins beste Licht gerückt werden konnten, war viel Arbeit geleistet worden, von der Auswahl der Musik bis zum Bühnenbild, das Jutta Bauer gestaltet hatte. Die Schüler des Ballettstudios Tanztraum waren mit viel Hingabe an dieses Stück herangegangen. Ihr Einsatz hatte sich gelohnt, wie der begeisterte Schlussapplaus verriet.