Kreis Heinsberg: Kinder beim Pflanztag: „Bäume kennen keine Grenzen“

Kreis Heinsberg : Kinder beim Pflanztag: „Bäume kennen keine Grenzen“

Rund 32 000 Bäume, gepflanzt von mehr als 1800 Schülerinnen und Schülern in der Grenzregion — und in diesem Jahr kamen noch einmal 2000 Setzlinge hinzu. Das ist die Bilanz nach dem 25. Internationalen Baumpflanztag. Rund 90 Mädchen und Jungen der Katholischen Grundschule Arsbeck-Wildenrath und der Basisschool ‘t Kempke aus dem niederländischen St. Odiliënberg waren diesmal in Herkenbosch aktiv.

Der Naturpark Schwalm-Nette richtete den Tag in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Roerdalen, dem Staatsbosbeheer und dem Institut voor Natuureducatie sowie dem Regionalforstamt Niederrhein aus.

Unter dem Motto „Bäume kennen keine Grenzen — Bomen kennen geen grenzen“ treffen sich seit 1994 deutsche und niederländische Schüler jährlich wechselnd dies- und jenseits der Grenze. Im Nationalpark De Meinweg werden so aus den Kiefernwäldern nach und nach ökologisch wertvolle Mischwälder. Auch das Wissen über heimische Natur steht im Vordergrund: Die Kinder bereiten sich in den Klassen auf den Tag vor und lernen Wissenswertes über die Region.

Naturparkvorsteher Dr. Andreas Coenen, der Landrat des Kreises Viersen, lobte den Einsatz der Kinder: „Der Wald und die Natur machen nicht an der Landesgrenze Halt. Deswegen ist es ein tolles Zeichen, dass Ihr gemeinsam aus den Niederlanden und Deutschland zusammenkommt, um der Natur unter die Arme zu greifen.“

Als sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit haben Coenen, der Gouverneur der Provinz Limburg, Theo Bovens, die Bürgermeister Michael Stock (Stadt Wegberg) und Monique de Boer-Beerta (Gemeinde Roerdalen) einen Erinnerungsbaum gepflanzt sowie eine Info-Tafel enthüllt. Diese hatte der Betriebshof der Stadt Mönchengladbach gefertigt.

Die Tradition des Baumpflanztags kommt ursprünglich aus Nebraska (USA). Dort initiierte 1854 der Journalist und Verleger J. Sterling Morton Baumpflanzaktionen, um den fast baumlosen Bundesstaat zu bewalden. Nachdem sich die Bewegung in anderen amerikanischen Bundesstaaten etabliert hatte, breitete sie sich auf andere Kontinente aus.

Im Unterschied zum „Tag des Baumes“, der weltweit am 25. April begangen wird, wird im Naturpark Schwalm-Nette ein Monat früher gefeiert. Grund ist der Brauch des „Boomfeestdags“. Diesen gibt es seit 1957 in den Niederlanden. Ziel der niederländischen Pflanzaktionen an Schulen ist es, Kindern die Bedeutung von Bäumen zu vermitteln.

Der März-Termin hat zudem einen weiteren Vorteil: In der Region Niederrhein und den Niederlanden ist die Chance im März weitaus höher als im April, dass die jungen Bäume anwachsen.