Hückelhoven: „Keine Zäune um den freien Markt”

Hückelhoven : „Keine Zäune um den freien Markt”

Die Bagger arbeiten schon auf dem alten Sportplatzgelände, und es geht weiter.

Bereits am 24. September erteilte der Stadtrat die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt des Hückelhoven Centers (HC). Sie ist für den Media Markt bestimmt.

Am Mittwoch überreichte Bürgermeister Werner Schmitz die Genehmigung für den zweiten Abschnitt an Heinz-Hermann Göttsch, Firmeninhaber des Investors Göttsch KG aus Köln. In diesem Teil des Centers wird das Bekleidungs-Warenhaus Wehmeyer eine Filiale einrichten.

Der Zeitplan ist eng gesteckt: Bereits im September kommenden Jahres soll das Center eröffnet werden. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun. „Wir als Investor stehen enorm unter Druck”, so Gerd Habbig, Prokurist der Grundstücksentwicklungsgesellschaft der Göttsch KG, zumal die Stadt jeden Termin eingehalten habe.

Habbig zeigte sich optimistisch, dass angepeilte Eröffnungsdatum Realität werden zu lassen. „Ich sehe keinen Grund, warum das nicht klappen sollte.” Der Bauantrag für den dritten Abschnitt wurde schon eingereicht. Der Grundstein soll im November gelegt werden.

Fünf weitere Läden werden im Wehmeyer-Gebäude ab dem Spätsommer ihre Pforten öffnen: ein Sportfachgeschäft, zwei Schuhfachgeschäfte und ein Drogeriemarkt. Die Verhandlungen mit einem fünften Interessenten dauern an. Media Markt und Kaufland ziehen in eigene Gebäudekomplexe.

Ein „Traumziel” sei es, so der Bürgermeister, den immensen Kaufkraftabfluss von jährlich rund 40 Millionen Euro zu halbieren. Möglichst auch von außerhalb sollen Kaufwillige in die Stadt strömen.

Schmitz versprach im Hinblick auf die ortsansässigen Händler: „Es soll hier keinen Härtefall durch das neue Einkaufszentrum geben.” Aber er machte auch deutlich: „Um die freie Marktwirtschaft darf und soll man keine Zäune bauen.”