Heinsberg-Oberbruch: Keine Scheu vor großen Sinfonien

Heinsberg-Oberbruch : Keine Scheu vor großen Sinfonien

Gold und Silber pur gab es beim elften Neujahrskonzert des Instrumentalvereins Karken mit der Concordia Melick, auch wenn - gemessen am hohen Standard - die Besucherzahl eher bescheiden war.

Melick setzte sich wieder einmal ganz groß in Szene und überbot so ziemlich alles, was man an Harmoniemusik der letzten Monate genossen hat. An der Spitze Harry Wolters, dem auch nach 40 Jahren so leicht kein Konservatoriumsabsolvent etwas vormacht.

Melick ist eine außergewöhnliche Talentschmiede. Von den mehr als 100 Musikern sind die meisten Profis oder exzellente Einzelkönner wie der 23-jährige Posaunist Nick Caris. So übertraf das Solokonzert von Nicolai Rimsky-Korsakov zusammen mit der Kammerharmonie Melick so ziemlich alles, was für gewöhnlich von Niederungen oder Höhen kommt.

Die Niederländer haben im Gegensatz zu den Deutschen überhaupt keine Scheu vor großer und größter Sinfonie. Dass sich dieser Großverein auch immer wieder der Kammermusik verschreibt, ist ein Klimmzug von olympischer Dimension. Hier vermischen sich die Klänge von Solo und Tutti zu einem bezaubernden Ganzen.