Hückelhoven: Kein Zeichen für einen Steuereinbruch in Hückelhoven

Hückelhoven : Kein Zeichen für einen Steuereinbruch in Hückelhoven

Das Wort von der „Krise” beherrscht seit Wochen die Wirtschaftsteile der Tageszeitungen, und mittlerweile sprechen auch die Zahlen eine nüchterne Sprache: Die Talfahrt der deutschen Industrieproduktion wird immer rasanter, die Meldungen über Stellenabbau häufen sich.

Damit verbunden sinken zwangsläufig auch die Einnahmen der Kommunen aus der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Städte und Gemeinden. In Hückelhoven ist man davon bisher verschont geblieben, wie Bürgermeister Bernd Jansen im Gespräch mit unserer Zeitung sagt: „Die ersten Schätzungen laufen jetzt gerade ein. Aus Gesprächen mit Unternehmern wissen wir, dass mögliche Einbrüche branchenabhängig sind. Besonders betroffen sind im Augenblick die Betriebe, die für die Automobilindustrie zuliefern.

In Hückelhoven haben wir solche Betriebe glücklicherweise nicht.” Jansen verweist auf einen „guten Branchenmix”, den man nach dem Ende des Bergbaus in der Stadt inzwischen angesiedelt hat. Und, das freut nicht nur den Bürgermeister, sondern auch den Kämmerer der Stadt, einige Betriebe expandieren auch in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation weiter: „Wir haben in der Stadt Betriebe, die in diesem Jahr noch bessere Zahlen als in den letzten Jahren schreiben. Das ist wirklich erstaunlich.”

Natürlich habe man bei der Aufstellung des Haushaltes für das laufende Jahr eine Gewerbesteuerschätzung gemacht. „Dabei haben wir den Satz etwas niedriger als im vergangenen Jahr angesetzt. Jetzt müssen wir die weitere wirtschaftliche Entwicklung einfach abwarten”, sagt Jansen.

Aber es herrscht Optimismus vor? „Was ich von der Unternehmerschaft und von den größeren Gewerbesteuerzahlern zu hören bekomme, hoffe ich, dass wir mit unserem Haushaltsansatz hinkommen werden.” Das würde bedeuten, dass alle für dieses Jahr geplanten Vorhaben realisiert werden können? „Davon gehe ich heute aus.”