Kreis Heinsberg: Katholikenrat hofft auf „eine starke Wahlbeteiligung“

Kreis Heinsberg : Katholikenrat hofft auf „eine starke Wahlbeteiligung“

„Wir wollen Mut machen, die Wahlen zu den GdG-Räten in diesem Jahr als wichtige Zäsur ernst zu nehmen“, dies hat Lutz Braunöhler, der Vorsitzende des Katholikenrates für die Region Heinsberg, in einer Erklärung vor den am kommenden Wochenende anstehenden Wahlen betont. Erstmals wird ein synodales Gremium auf Ebene der Gemeinschaften der Gemeinden und nicht mehr auf Ebene der Pfarreien gewählt.

Denn vor dem Hintergrund, dass erstmals das synodale Gremium auf der Ebene der Gemeinschaften der Gemeinden (GdG) und nicht mehr auf der Ebene der Pfarreien gewählt werde, sei es schwierig, den Menschen eine sinnvolle Motivation zu geben, sich jetzt zu engagieren, so Braunöhler.

Diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Wahl stellen würden, bräuchten eine breite Unterstützung für ihre Legitimation. Denn das neue, auf der Ebene der Gemeinschaften der Gemeinden eingerichtete Gremium habe weitreichende Kompetenzen und Entscheidungsspielräume. Erstmals in der Geschichte des Bistums Aachen werde die Übernahme von Verantwortung durch Laien für die Pastoral in der Kirche vor Ort wirklich ernst genommen. Der GdG-Rat sei das allein zuständige Gremium für pastorale Grundsatz­entscheidungen in den Gemeinschaften der Gemeinden. Nicht mehr der Pfarrer oder GdG-Leiter oder das Pastoralteam würden über die für das Leben der Gemeinden und Pfarreien wichtigen Fragen entscheiden, sondern ein synodales Gremium, in dem die Laien eine Mehrheit hätten. Nicht mehr der GdG-Leiter sei der alleinige Repräsentant der Gemeinschaft der Gemeinden, sondern der Vorstand des GdG-Rates, der mehrheitlich mit Laien besetzt sei. „Diese Mitverantwortung von Laien für die Leitung der Gemeinschaften der Gemeinden muss sicher erst noch in den Köpfen der Beteiligten verankert werden, aber es ist für die Wahlen am 9. und 10. November wichtig, dass den Kandidatinnen und Kandidaten durch eine starke Wahlbeteiligung signalisiert wird, dass sie die Unterstützung der Gemeindemitglieder haben“, betonte Lutz Braunöhler.

Die neue moderne Satzung für die GdG-Räte im Bistum habe eine starke Signalwirkung auf andere Bistümer in Deutschland, in denen die Befugnisse der Laien zur Entscheidung pastoraler Fragen noch nicht so deutlich ausgeprägt oder nicht in diesem Ausmaß ­vorhanden seien. Diese Signalwirkung werde umso größer sein, wie sich die Katholiken im Bistum ­Aachen an der Wahl beteiligen würden, erklärte der Vorsitzende des regionalen Katholikenrates.