Hückelhoven: Karstadt von Schließung bedroht?

Hückelhoven : Karstadt von Schließung bedroht?

Die Karstadt-Warenhäuser stecken offenbar in einer so schweren Krise, dass der Konzern die Schließung von 25 Karstadt-Häusern ins Auge fasst.

Vor allem ältere, kleinere Häuser in Westdeutschland, heißt es, stünden auf der Abschussliste.

Nach diesen Quellen soll der Umsatz im Mai im zweistelligen Bereich eingebrochen sein, wobei Karstadt von einem Umsatzrückgang von drei Prozent im laufenden Geschäftsjahr ausgegangen ist. Der Karstadt-Konzern betreibt bundesweit 180 Warenhäuser.

„Es gibt intern keine kommunizierenden Planungen dieser Art. Firmenintern besteht auch keine Abschussliste”, sagt Volker Erb, Geschäftsführer von Karstadt Hückelhoven. Im Gegenteil: Karstadt werde in den kommenden Wochen drei neue Mode- Markenshops in Hückelhoven etablieren: „Cecil”, „Street one” sowie „EDC”.

Schwarze Zahlen

Volker Erb wertet das so: „Wir würden sicher nicht investieren, wenn die Schließung ins Haus stünde”. Außerdem, so Erb, würde „auch eine Schließung das Unternehmen Geld kosten.” Im Übrigen sei das Karstadt-Haus in Hückelhoven eines der Warenhäuser des Konzerns, in denen Geld verdient würde: „Wir schreiben schwarze Zahlen”, betont Erb.

Und mit welchen Gefühlen sieht er der Eröffnung des Hückelhoven Centers (HC) entgegen: „Mittelfristig sehe ich das HC auch als Chance für unser Haus, denn dadurch werden Leute in die Stadt gezogen, die sonst nicht zum Einkaufen nach Hückelhoven kämen.”

Natürlich würden sich die „Lockangebote, die die im HC angesiedelten Unternehmen bei der Eröffnung am 1. Oktober machen werden”, kurzfristig auf das Geschäft auswirken. „Wir werden auch das überstehen”, sagt der Karstadt-Geschäftsführer.