Karnevalsaktion: Kondom statt Kamelle

Karnevalsaktion: Kondom statt Kamelle

Kreis Heinsberg. Pünktlich zum Karnevalsbeginn, schon vor dem 11. November vergangenen Jahres, hatten sich die ersten Karnevalsgruppen beim Aids-Beratungs- und Hilfsdienst der Arbeiterwohlfahrt gemeldet.

Ihr Anliegen: Mitmachen beim Verteilen von Kondomen in den Umzügen und bei sonstigen Karnevalsveranstaltungen. „Die Aktion findet inzwischen zum fünften Mal statt”, erzählt Aids-Beraterin Renate Kaspar, dass „der Überraschungseffekt beim Aushändigen eines Kondoms statt der erwarteten Kamelle zunächst für einen Lacher und Gesprächsstoff sorgt”.

Dies hätten immer wieder die bisherigen Aktionsteilnehmer berichtet, die sich deshalb auch in diesem Jahr wieder beteiligen wollen. Sie unterstützen damit die Präventionsarbeit der Aids-Beratungsstelle der AWO in Hückelhoven. Karnevalsvereine sowie Musik- und Zuggruppen bekommen dazu kostenlose Kondome sowie Infomaterial zur Verfügung gestellt. Jetzt sucht die Beratungsstelle Sponsoren zur Finanzierung von Kondomen, um auch in dieser Session die erfolgreichen Vorbeugungsaktionen starten zu können. Die Botschaft: „Schutz besonders auch dann, wenn kräftig gefeiert wird!”

Wegen bereits im Vorjahr gekürzter Landesmittel erhält die Beratungsstelle für dieses Jahr nur noch 1000 Kondome kostenlos. Diese Kontingent ist für die gesamten Jahresaktionen (im vergangenen Jahr gab es 60 Präventionsveranstaltungen) nach Aussage von Kaspar „ein Tropfen auf den heißen Stein”.

Für die Karnevalssession liegen bereits viele Anfragen vor. Sollten sich nicht genügend Sponsoren finden, können die Karnevalsgruppen Kondome bei einer Sammelbestellung über die Beratungsstelle zum Stückpreis von zwölf Cent bestellen, also 100Kondome für zwölf Euro. Dazu Kaspar: „Wenn Kranksein immer teurer wird , sollte uns unsere Gesundheit doch 0,12 Cent wert sein.”

Über Anrufe von Sponsoren würde sie sich freuen. Die Kondome für die Karnevalsaktion (Barzahlung bei Abholung) können bis 28. Januar bei der Aids-Beratungsstelle bestellt werden: Telefon 02433/ 901730, E-Mail: mailto:abhd@awo-hs.de