Karnevalisten gerieten ins Schwitzen

Karnevalisten gerieten ins Schwitzen

Erkelenz (an-o) - Drei Tage lang stand Erkelenz mitten im Spätsommer im Zeichen der Karnevalisten. Zum dritten Mal in der Erka-Stadt und zum 15. Mal seit 1963 trafen sie sich zur Internationalen Grenzlandbegegnung.

Höhepunkt der Begegnung waren gestern Nachmittag der Umzug. Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft (EKG) richtete aus Anlass ihres 170-jährigen Bestehens das Fest aus.

Um es vorweg zu sagen: Der Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) unter seinem Präsidenten Reiner Spiertz und die EKG mit Otto Berndt Aretz sowie ihren vielen Helferinnen und Helfern bescherten den zahlreichen in- und ausländischen Karnevalsfreunden unter der Schirmherrschaft des nordrhein-westfälischen Landtagspräsidenten Ulrich Schmidt ein hervorragendes Programm, bei dem ernsthafte Gespräche, Schmunzeln, jugendliche Geschicklichkeit und Folklore nicht zu kurz kamen.

Die Liste der Jeckenprominenz war lang. Viele Präsidenten reisten an: Vom Bund Deutscher Karneval (BDK) Franz Wolf aus Köln, von der Närrischen Europäischen Gemeinschaft (NEG) Volker Wagner aus Waldfischbach, vom belgischen Verband aus Eupen Werner Willems aus Eupen, Jo Hundscheidt aus Simpelveld/ Niederlande und Werner Pfützer vom Baden-Pfälzischen Verband aus Mannheim.
Die Gäste wurden schon beim Begrüßungsabend, bei dem Ehrungen im Mittelpunkt standen, im Festzelt an der Westpromenade auf die kommenden Tage eingestimmt. Es wurde ein langer, feuchtfröhliche Abend.

Bunter Festabend

"Fröhlich klingendes Rheinland" - unter diesem Moto stand am Samstagabend das bunte Showprogramm, das mit dem Einzug der Standarten der Karnevalsgesellschaften aus der Stadt Erkelenz und der EKG-Garden eröffnet wurde.
Für Stimmung sorgten dann die Gruppe Hätzblatt, das Tanzpaar Martina und Guido von der KG Au-Ülle, Würselen, das Tanzmariechen J. Jarosch von der Scharwache Alsdorf, das Erkelenzer Parodisten-Duo "Et Zweigestirn", Stefan Seidel mit der Tanzparodie YMCA sowie der Humorist Jürgen Beckers. Der Vizepräsident des VKAG, Bruno Nellessen, präsentierte diesen Festabend.

Folklore-Umzug

Zu jeder Internationalen Grenzlandbegegnung gehört traditionell auch ein großer Folklore-Umzug. Am Sonntagnachmittag setzte sich der närrische Lindwurm mit rund 3000 bunt kostümierten oder uniformierten Teilnehmern von über 40 Karnevalsvereinen von Nah und Fern an der Westpromenade in Bewegung, Musikvereine, Trommlercorps, Garden, Elferräte, Präsidenten und Tollitäten wurden entlang des kilometerlangen Zugweges von den Zuschauern begeistert begrüßt.
Nach dem großen Defilee vor der Kreisparkasse und einem Empfang im Alten Rathaus wurden die Gäste auf dem Marktplatz mit einem großen Zapfenstreich verabschiedet. Die Musik lieferten der Städtische Musikverein und das Trommlerkorps Houverath.

Natürlich gab es noch zahlreiche weitere Begegnungen. Bei einem Rundgang sahen die Gäste die Schönheiten der Stadt, Einige hohe Karnevalisten trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein, in einer heiligen Messe wurde der Feldkaplan Frisch, der in Kürze in einer anderen Pfarre seine Arbeit aufnehmen wird, verabschiedet.
Stress hatte Bürgermeister Erwin Mathissen, der überall präsent sein und etliche Reden schwingen musste .