Kreis Heinsberg: Kampagne für gute OGS: Podiumsdiskussion am 7. Juni.

Kreis Heinsberg : Kampagne für gute OGS: Podiumsdiskussion am 7. Juni.

„Gute OGS darf keine Glückssache sein!“ Unter diesem Motto hat die Freie Wohlfahrtspflege NRW eine Kampagne zur Stärkung des Offenen Ganztags gestartet. Der Heinsberger Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt und der Caritasverband für die Region Heinsberg machen mit.

„Offene Ganztagsschulen sollen ein umfassendes und ganzheitliches Bildungs-, Erziehungs-, Be-treuungs- und Förderangebot für alle Schülerinnen und Schüler in NRW bieten. Eine intensive Zusammenarbeit von Schule und außerschulischen Partnern der Kinder- und Jugendhilfe sichert den Erfolg. Die Rahmenbedingungen für den Offenen Ganztag sind aber nicht ausreichend, um diesen Anforderungen entsprechen zu können.“

Deshalb fordert die Freie Wohlfahrtspflege NRW 14 Jahre nach Einführung der Offenen Ganztagsschulen entscheidende Verbesserungen. Verwiesen wird darauf, dass etwa 80 Prozent der Offenen Ganztagsschulen von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege betreut werden.

Diese Forderungen wurden als Grundlage einer landesweiten Kampagne zur Verbesserung und Konsolidierung der Rahmenbedingungen für alle Kinder in der Ganztagsbetreuung in NRW formuliert: „Bildungschancen verbessern: Wir fordern die verbindliche Festlegung von Standards! Finanzierung sichern: Wir fordern höhere Etats und eine einheitliche Förderung in NRW! Zukunft gestalten: Wir fordern eine verlässliche gesetzliche Regelung! Platz für alle Kinder schaffen: Wir fordern zusätzliche Ausbauprogramme!“

Diesen Forderungen schließen sich AWOm und Caritas im Kreis Heinsberg an und laden gemeinsam ein zu einer Podiumsdiskussion. Sie findet am Mittwoch, 7. Juni, um 18.30 Uhr im Restaurant des AWO-Altenzentrums in Heinsberg an der Siemensstraße 7 statt. Alle Personen, die für Kinder Verantwortung tragen, Eltern, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer, Jugendhilfeträger, Schulträger, Politikerinnen und Politiker sowie Verwaltungen sollen über die Betreuung in den Offenen Ganztagsgrundschulen informiert werden. Mit ihnen soll über die Forderungen diskutiert werden.

„Auch im Kreis Heinsberg fehlen OGS-Plätze, es kann nicht nach Tarif gezahlt werden, die Kindergruppen sind zu groß, es gibt keine zuverlässigen Standards, weil es auch nach 14 Jahren OGS noch kein Gesetz gibt“, so Ulla Sevenich-Mattar von der AWO (Fachbereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe).

Zu einer Abschlussveranstaltung am 12. Juli vor dem Düsseldorfer Landtag werden nach ihren Angaben rund 150 Personen aus dem Kreis Heinsberg fahren.