Kreis Heinsberg: Jusos: „Verdrossenheit darf nicht die Lösung sein“

Kreis Heinsberg : Jusos: „Verdrossenheit darf nicht die Lösung sein“

Die Jusos im Kreis Heinsberg haben sich zu einer Klausurtagung getroffen, um ihre politische Arbeit im Kreis zu koordinieren und künftige Themenfelder zu forcieren. Nachdem die Vorsitzende des Juso-Kreisverbandes Heinsberg, Esther Werny, kurz eine Milieustudie zur örtlichen Demografie vorgestellt hatte, wurde mit der Bestimmung künftiger Themenfelder begonnen.

Dabei stand jedoch von vorne­herein fest, dass nur Vorschläge gesammelt werden sollten, um diese dann mit den Jugendlichen und jungen Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreis zu diskutieren. „Politik ist mehr als eine Auswahl aus vorgegebenen Themen. Wir könnten uns natürlich ewig den Kopf darüber zerbrechen, mit welchen Themen man die Leute da draußen abholt, am Ende wissen es aber die unmittelbar Betroffenen immer noch am besten. Erklärte Strategie kann also nur der Dialog sein“, so Geschäftsführer Marc Fege aus Hückelhoven.

Zu diesem Zweck wollen die Jusos in den nächsten Monaten gezielt mit Schülerinnen und Schülern im ganzen Kreisgebiet in Kontakt kommen und erfragen, wo die Probleme am gravierendsten sind.

Der stellvertretende Vorsitzende Till Röger erklärte: „Mit anderen Parteien teilt sich unsere Mutterpartei das Problem, dass sie gerade bei jungen Leuten als statisch und festgefahren wahrgenommen wird, was zum Teil sicher auch stimmt.Als Jugendorganisation der SPD haben wir aber die Möglichkeit, als Korrektiv aufzutreten und Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen. Wenn sich also im Kreis Heinsberg Probleme für die Jugend abzeichnen, sei es eine eingeschränkte Mobilität auf den Dörfern oder mangelnder Breitbandausbau in verschiedenen Ortsteilen, werden wir unser Bestes geben, diese Missstände zu ver­bessern.“

Und Esther Werny ergänzet: „Politikverdrossenheit darf nicht die Lösung sein. Es heißt jetzt zuhören, konkrete Handlungsstrategien ableiten und letztlich politischen Druck aufbauen, denn Werte wie Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit dürfen nicht nur für eine bestimmte Altersgruppe gelten.“

Nach der positiven Resonanz in den vergangenen Jahren soll auch in diesem Jahr wieder ein Fußballturnier für Freizeit- und Hobbymannschaften stattfinden.

Sammelaktion für die Tafeln

Außerdem wird es eine Sammel­aktion für die Tafeln geben, welche in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll. „Unser Anliegen mit dieser Aktion ist es zu zeigen, dass es leicht ist, einen Teil zur Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft beizutragen. Niemand wird Armut im Alleingang beseitigen, aber wenn jeder nur so viel tut, wie er zu geben bereit ist, kämen wir schon ein ganzes Stück voran“, führte Marct Fege zu der geplanten Aktion aus.

Die Jusos sind nach eigenen Angaben ein offener Verband, bei dem auch kurzfristig und ohne Parteieintritt ein Engagement möglich ist.

Wer gerne einmal ein wenig in die Arbeit der Jusos im Kreisverband Heinsberg hineinschnuppern will, kann sich auf den Internetseiten des Verbandes ein erstes Bild verschaffen und mit den Vorstandsmitgliedern direkt in Kontakt treten.