Hückelhoven: Jungforscher aus Hückelhoven tüfteln mit Brausepulver

Hückelhoven : Jungforscher aus Hückelhoven tüfteln mit Brausepulver

Dienstag ist es wieder soweit: Ab 7 Uhr werden die Schüler beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht” in Krefeld Posterstände einrichten und ihre neuen Forschungsergebnisse einer Jury vorstellen.

Das Gymnasium Hückelhoven ist seit 1998 regelmäßig beim Wettbewerb Jugend forscht vertreten. Geleitet wird die „Jugend forscht”-Arbeitsgemeinschaft von Margret Kathrein, Biologie- und Chemielehrerin des Gymnasiums und Klaus Winkens, der ehrenamtlich die Gruppe betreut.

Brausepulver - ein buntes Spiel mit Farbstoffen ist der Titel der diesjährigen Arbeit von Murat Aktas und Erik Reinecke. Sie reichen im Fachbereich Chemie eine experimentelle Arbeit zur quantitativen Bestimmung von Lebensmittelfarbstoffen ein. Die bunte Vielfalt der Lebensmittel regte sie dazu an, zu untersuchen, welche und wie viele Farbstoffe in diesen vorhanden sind.

Als Untersuchungsmethodik nutzten sie die Spektralphotometrie, eine vielfach angewandte Analysenmethode. Im ersten Teil der experimentellen Arbeit erfolgte die Bestimmung der maximalen Absorption im sichtbaren Spektralbereich des Lichtes. Im zweiten Teil der experimentellen Arbeit fokussieren sie sich auf die quantitative Bestimmung, um auf genaue Mengenangaben der Farbstoffe im Brausepulver schließen zu können. Im dritten Teil der experimentellen Arbeit überprüfen sie die Qualität des Analyseverfahrens anhand der Kalibrierfunktion und der Standard-Additionsmethode.

Die Einordnung der ermittelten Farbstoff- Konzentrationen hinsichtlich einer gesundheitlichen Unbedenklichkeit zeigt der Vergleich mit den Grenzwerten. Ein 50 Kilogramm schwerer Mensch müsste nach unseren Ergebnissen demnach täglich mehr als 1,3 Kilo Zitronen Brause-Bonbons, zwei Kilo Orange Brause-Bonbons oder 300 Gramm Himbeer-Brause-Bonbons essen, um das Limit zu überschreiten.

Helfen Vorhänge oder Rollostoffe beim Energiesparen? Diese Frage stellte sich Alexander Lüpges. Alexander, Schüler der Holzapfel Grundschule in Doveren, ist seit Beginn des Schuljahres Mitglied der „Jugend forscht”-AG des Gymnasiums Hückelhoven. Um seine Frage zu beantworten, baute er ein Styropor-Doppelhaus. Es besteht aus zehn Zentimeter dicken Styropor-Platten und hat zwei gleich große Räume.

Die Hälften haben jeweils ein Fenster und werden von jeweils einer Glühlampe beheizt. Die Einschaltdauer der Lampen wird von Thermostaten gesteuert. In einer Doppelhaushälfte werden nacheinander unterschiedliche Stoffe vor das Fenster gehängt. Die Messungen dauern jeweils 12 Stunden.

Alexander konnte zeigen, dass sich mit Vorhängen wesentliche Energieeinsparungen erreichen lassen. Er nimmt mit seinem Thema „Energie sparen mit Vorhang” im Fachbereich Physik teil. Am Nachmittag können die Wettbewerbsarbeiten von 14 bis 17 Uhr im Seidenweberhaus in Krefeld besichtigt werden. Ab 17.15 Uhr werden die Ergebnisse in einer Feierstunde verkündet.