Kreis Heinsberg: Jugendwettbewerb: Erfindungen werden in den Blickpunkt gerückt

Kreis Heinsberg : Jugendwettbewerb: Erfindungen werden in den Blickpunkt gerückt

Der 48. Internationale Jugendwettbewerb der ­Genossenschaftsbanken hat begonnen: Die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben am Mittwoch bei der kreisweiten Auftaktveranstaltung in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen vor rund 160 Gästen das neue Wettbewerbsthema mit seinen vielfältigen inhaltlichen Aspekten vorgestellt: „Erfindungen verändern unser Leben“.

Bankensprecher Dr. Veit Luxem unterstrich das Ziel von „jugend creativ“: Schülerinnen und Schüler sollen dazu angeregt werden, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinanderzusetzen. In diesem Jahr stehen also Erfindungen im Blickpunkt: Welche Erfindungen begeistern mit ihren Funktionen? Was zeichnet Dinge aus, die in der Vergangenheit geschaffen wurden? Welche Erfindungen fehlen? Welche Personen stecken hinter den pfiffigen Ideen? Welche Gefahren können von Erfindungen ausgehen, aber auch welchen Reiz üben sie aus?

„Supraleitung — Wenn Züge schweben“: Darum ging es beim Demo-Experiment des Jülicher Schülerlabors und auch bei der Projektarbeit im Physiksaal der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen. Fotos (5): agsb Foto: agsb

Schüler von der ersten Klasse bis zum Abitur sind eingeladen, das zu ergründen und ihre Ergebnisse in Bildern oder Kurzfilmen festzuhalten. Dabei kann das Projekt auch in den Schulunterricht eingebracht werden. „Der Wettbewerb versteht sich als Experimentierfeld der Kreativität“, sagte Sabine Weitz, die den Wettbewerb im Kreis Heinsberg betreut.

Der Chor der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule gestaltete am Mittwoch in Geilenkirchen den Start der kreisweiten Auftaktveranstaltung zum ­Jugendwettbewerb der Genossenschaftsbanken schwungvoll musikalisch. Foto: agsb

Nach der schwungvollen Einstimmung durch den Chor der gastgebenden Anita-Lichtenstein-Gesamtschule folgte bei der Veranstaltung in Geilenkirchen ein spannendes Demo-Experiment vom Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich unter dem Titel „Wenn Züge schweben“. JuLab-Leiter Karl Sobotta begeisterte mit einer schwebenden Miniatureisenbahn. Supraleitung heißt das Phänomen. Diese Wirkung entsteht, wenn ein spezifisches Material bei sehr tiefen Temperaturen supraleitend wird und dadurch seinen elektrischen Widerstand verliert und diamagnetisch wird.

Bankensprecher Dr. Veit Luxem (l.) und Schulleiter Uwe Böken (r.) unterstrichen im Talk mit Moderator Dieter Schuhmachers die Bedeutung des populären Jugendwettbewerbs der Genossenschaftsbanken. Foto: agsb

Anschließend erkundeten Schülerinnen und Schülern in einer Arbeitsgruppe im Physiksaal der Schule die Phänomene der Supraleitung mit Unterstützung der Jülicher Wissenschaftler und berichteten zum Abschluss vor dem Publikum von ihren Erkenntnissen. Die Begeisterung über die Arbeit mit dem Team vom JuLab war spürbar groß.

Als Tina-Turner-Double trat Kollegiat Sergey Junker auf. Foto: agsb

In einem Talk mit Regionalredakteur Dieter Schuhmachers als Moderator der Veranstaltung zeigte sich der Sprecher der Genossenschaftsbanken, Dr. Veit Luxem, stolz angesichts der großen Resonanz im Kreis Heinsberg auf die Wettbewerbsaufrufe; in den vergangenen Jahren waren jeweils rund 5000 Schülerinnen und Schüler mit von der Partie. Luxems Dank galt vor allem auch den engagierten Lehrkräften.

Schulleiter Uwe Böken unterstrich den Stellenwert von Kunst und von diesem Wettbewerb in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule.

Kunstpädagogen sowie Schülerinnen und Schüler sprachen danach über den Kunstunterricht an der Schule, über den Wettbewerb „jugend creativ“ und über erste Ideen für die künstlerische Umsetzung des aktuellen Themas rund um Erfindungen.

Die gastgebende Gesamtschule steuerte aber auch noch mehr ­Musik zum Programm bei: Lehrer Adalbert Wolynski heimste mit ­Gitarrenmusik und Gesang viel Applaus ein. Und Sergey Junker, Kollegiat aus der Abteilung IV der Gesamtschule (Eichendorf-Kolleg) wagte sich sogar als vom Publikum gefeiertes Tina-Turner-Double auf die Bühne.

(red)