Hückelhoven: Jugendschutz: SPD sagt Alkohol den Kampf an

Hückelhoven : Jugendschutz: SPD sagt Alkohol den Kampf an

Breiten Raum nahm das Thema Jugendalkoholismus bei der Zusammenkunft des SPD-Distriktsvorstands Ratheim ein. Anlass für Distriktvorsitzenden Thomas Schidlack, das Thema anzusprechen, waren jüngste Veröffentlichungen der Techniker-Krankenkasse zum Umfang des Problems und ihren Kosten.

Schidlack zitierte dazu Äußerungen des FDP-Politikers Reiner Brüderle, Eltern sollten für ihre Kinder dazu in die finanzielle Pflicht genommen werden. So könne man mit diesem Problem nicht umgehen, waren sich die Ratheimer Sozialdemokraten einig.

Hier liege eine gesamtgesellschaftliche Ursache, denn Jugendliche bekämen bei jeder Gelegenheit den Konsum von Alkohol vorgelebt. Es müsse, so Thomas Schidlack, den Eltern Hilfestellung über entsprechende Programme angeboten werden, die derzeitigen gesetzlichen Möglichkeiten seien ausreichend, sie müssten über konsequente Jugendarbeit mit Aufklärung angewendet werden.

Dies ließe sich durch Zusammenarbeit von Krankenkassen, Jugend- und Ordnungsämtern, kirchlichen Einrichtungen und der Polizei umsetzen, um Jugendliche zu erreichen, bevor es ernsthafte Probleme mit Alkoholkonsum gebe. Der SPD-Distrikt Ratheim überlegt, einen Arbeitskreis einzurichten.

Weiteres Thema war die Zukunft des Hauses der Begegnung in Oberratheim, das durch die finanziellen Probleme der katholischen Kirche im Bistum einer anderen Nutzung zugeführt werden soll, auch da bleiben die Ratheimer Sozialdemokraten mit der SPD-Stadtratsfraktion am Ball.

Kümmern wird man sich auch um die Verkehrssituation am Kindergarten/Spielplatz in der Einmündung Breslauer-/Danziger Straße. Dort werde „zu schnell gefahren und der Einmündungsbereich ist schlecht einsehbar”, wie Thomas Schidlack seine und anderer Menschen Erfahrungen übermittelte.

Schließlich hielt man der Grünen Landtagsabgeordneten Dr. Ruth Seidel ihre Ablehnung einer Fachhochschule für den Kreis Heinsberg als Interessensverrat an der Region vor. SPD-Ratsfraktion und die SPD-Kreisinstitutionen arbeiteten daran, dass der Kreis Heinsberg in dieser Hinsicht eine Chance bekäme. Thomas Schidlack zu diesem Thema: „Eine Hochschule fehlt in der Infrastruktur des Kreises mit seinen 256.000 Einwohnern.”