Jugendschutz ist auch 2005 wieder Thema im Karneval

Jugendschutz ist auch 2005 wieder Thema im Karneval

Kreis Heinsberg. In der Karnevalszeit finden besonders viele Feste und Feiern statt, an denen auch Kinder und Jugendliche teilnehmen.

Die Bemühungen vieler Vereine um die Brauchtumspflege werden von der Polizei grundsätzlich begrüßt. Auch mit den intensiven Bemühungen um eine sinnvolle Freizeitgestaltung der ganz jungen Mitbürger tragen die Vereine wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung und Vorbeugung vor abweichendem Verhalten bei.

Allerdings erleben Minderjährige auch bei vielen Erwachsenen, dass Fröhlichkeit und Alkoholkonsum anscheinend zusammengehören. Gelegentlich werden sogar unbedacht Minderjährige zum Mittrinken animiert. Hier sollte der Grundsatz „Vorbilder prägen” besondere Beachtung finden.

Die alljährliche Kampagne der Arbeitsgruppe Jugendschutz zur Karnevalsession wird zurzeit über die Jugendämter und mit Unterstützung der Ordnungsämter durchgeführt. Poster und Flyer mit den wesentlichen Informationen zum Jugendschutzgesetz werden im gesamten Kreisgebiet verteilt.

Die Veranstalter von Karnevalssitzungen und Tanzveranstaltungen, aber auch die Inhaber von Gaststätten und sonstigen Verkaufsstellen von Alkohol (Kioske, Tankstellen, Imbissstuben) sind für die Einhaltung der Bestimmungen zum Schutz der Jugend verantwortlich.

Wegen der besonderen Gefährdung von Minderjährigen weist die Polizei alle Verantwortlichen - Veranstalter und Wirte, Verkaufsstellen von Alkohol und alle Erwachsenen - auf einige wichtige Bestimmungen aus dem Gesetz zum Schutz der Jugend hin.

Jugendlichen unter 16 Jahren ist die Anwesenheit bei Tanzveranstaltungen nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten gestattet. 16- bis 18-Jährige dürfen ohne Begleitung bis 24 Uhr bleiben.

Die Abgabe von Branntwein und branntweinhaltigen Getränken an Kinder und Jugendliche ist verboten. Dazu gehören unter anderem auch so genannte „Alcopops” . Der Verzehr von Bier und Wein oder weinhaltigen Getränken ist Jugendlichen ab 16 Jahren erlaubt. Rauchen in der Öffentlichkeit darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht gestattet werden. Die Abgabe von Tabakwaren an sie ist ebenfalls verboten.

Die Polizei wies auch darauf hin, dass bei Schadensfällen im Zusammenhang mit Alkohol die unerlaubte Abgabe im Rahmen von Veranstaltungen zu einer Mithaftung führen kann. Angekündigt sind besondere Kontrollen von Polizei und den anderen zuständigen Behörden während der Karnevalstage. Bei Verstößen drohen den Verantwortlichen Geldbußen bis 50.000Euro.

Weitere Informationen - auch zu anderen Themen des Jugendschutzes - erhalten interessierte Bürger bei ihrem zuständigen Jugendamt oder beim Jugendbeauftragten der Kreispolizeibehörde, Kommissariat Vorbeugung, Carl-Severing-Straße 1, 52525 Heinsberg.