Wassenberg: Jugendliche packen selbst mit an

Wassenberg : Jugendliche packen selbst mit an

Der Ausbau der früheren, durch die Stadt Wassenberg käuflich erworbenen Telecom-Vermittlungsstation am Rande des Judenbruches zum „Jugendzentrum Wassenberg” hat in diesen Tagen begonnen.

Die seit 1993 privat angemietete Einrichtung „Jugendcafé” an der Pontorson-Allee wird im Sommer 2005 aufgegeben. Die mehrjährigen Bemühungen des Stadtrates und der Verwaltung, einer notwendigen differenzierteren Jugendarbeit den entsprechenden Rahmen zu geben, können jetzt realisiert werden.

Das war, wie Bürgermeister Manfred Winkens vor Ort anmerkte, „kein leichter Weg”. Gemeint war damit vor allem die Finanzierung, die nur durch Landesförderung aus Städtebaufördermitteln in Höhe von 435.000 Euro zu realisieren war. Winkens dankte in diesem Zusammenhang seinem Vorgänger Manfred Erdweg für dessen Engagement. Ein besonderer Dank ging auch an die Landesregierung und an die Bezirksregierung Köln.

Die Um- und Ausbaukosten werden 485.000 Euro betragen. Grundlage des Förderantrages war die Vorplanung und Kostenschätzung der Rongen-Architekten Wassenberg. Die Fortsetzung der Planungsarbeiten von der Genehmigungsplanung bis zur Bauüberwachung wurde dem Birgelener Architektenbüro Lowis übertragen. Die Leiterin des Jugendcafés, Melanie Albrecht, war an der Ausführungsplanung beteiligt.

Nach dem Ergebnis der Ausschreibung geriet die Maßnahme erneut in Gefahr, nicht umgesetzt werden zu können. Nach Aufhebung der Ausschreibung und zielstrebig geführten Verhandlungen konnte dann jedoch ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden. Am 23. September 2004 erteilte der Bauausschuss den Auftrag an die Baufirma Beckers/Birgelen.

Das lange Zeit einem „Dornröschen-Schlösschen” ähnelnde Vermittlungshaus der Telecom wird nach einem sinnvollen Konzept umgebaut. Eingangs- und Kommunikationsräume, Bastel- und TV/Video-Räume, eine Außen-Terrasse und ein behindertengerechter Lift zum voll genutzten Kellergeschoss sollen sich zu einem sinnvollen „Ganzen” vereinigen. Einige der alten Eichen des „Judenbruches” mussten dem Ausbau weichen.

Die Jugendlichen des „Jugendzentrum” sind bereits mit im Einsatz bei den Beton-Aufräumarbeiten. Die gesamten Maler- und Anstreicharbeiten gehören zu ihren Aufgaben. Der Eingang zum „Jugendzentrum” liegt an der „Pontorson-Allee” in Nachbarschaft zur „Begegnungsstätte am Pontorsonplatz”.