Kreis Heinsberg: Jugendliche leben den europäischen Gedanken

Kreis Heinsberg : Jugendliche leben den europäischen Gedanken

Beeindruckt davon, wie junge Menschen den Europagedanken leben, zeigte sich der Bundestagsabgeordnete und Schirmherr Wilfried Oellers bei der internationalen Jugendbegegnung.

Der Politiker begrüßte die jeweils 14 Jugendlichen aus Arzamas in Russland und dem Kreis Heinsberg zu Beginn der Ferienwoche zusammen mit Bürgermeister Manfred Winkens im Wassenberger Rathaus und entließ sie später in eine aufregende Begegnungswoche.

Sieben Tage später, am Abschlussabend, erkannte der Politiker dann, dass aus den bis dahin fremden Jugendlichen eine zusammengewachsene und eingeschworene Gemeinschaft geworden war. Und so war die Stimmung bei den Jugendlichen unbeschreiblich harmonisch.

Einige Sprachschwierigkeiten waren natürlich da — allerdings hatten die Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren damit keine Probleme. Manchmal unterhielten sich die Jugendlichen mit Händen und Füßen. Dazu war vieles auf Plakaten für einen reibungslosen Tagesablauf übersetzt — die Verständigung war kein Hindernis.

Dabei begann die Woche für die meisten Teilnehmer mit skeptischen Blicken, schließlich wusste keiner, was auf ihn zukommen würde. „Wir hatten bereits am ersten Tag viel Spaß“, resümierte Marius. Seine Mitstreiterin Christina erlebte eine ungewöhnliche Woche und „mit richtigem Ferienfeeling“. Sie war rundum begeistert.

Die beiden russischen Jugendlichen Sumina Dasha und Zorin Griska kamen ebenfalls aus dem Schwärmen nicht heraus, dankten allen für die unvergesslichen Tage, die man so schön nicht erwartet hatte.

Und die Gäste aus Arzamas hatten nur einen Wunsch: „Kommt alle im nächsten Jahr nach Russland zur weiteren gemeinsamen Ferienwoche.“

Der Verein „Jugend aktiv, Verein für unabhängige Jugendarbeit im Kreis Heinsberg“, an dessen Spitze Willi Engels und Christoph Kirstein stehen, hatte mit einem sehr großen Betreuerteam alles bestens vorbereitet und organisiert.

Die Ferienwoche in Birgelen bot ein mehr als umfangreiches Programm, unter anderen wurde der Movie Park Germany in Bottrop besucht. Lediglich das Segeln auf dem Effelder Waldsee fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Wettergott Petrus wollte nicht mitspielen — aber auf die Schnelle wurde ein Notprogramm aus dem Schublade gezaubert. Der Regen konnte die Jugendlichen nicht stoppen.

Die russischen Betreuer dankten beim Abschiedsabend allen, und betonten, inzwischen echte „Freunde“ im Westen gefunden zu haben. Die russischen Gäste hatten für den Abschiedsabend einige Showeinlagen vorbereitet. Mit Gesang, Tanz und Akrobatik wurde es ein stimmungsvoller Abend. Russische und deutsche Jugendliche vereint im Tanz und sonstigen Aktivitäten — die Jugend lebte den Europagedanken bestens vor.

Schirmherr Wilfried Oellers hoffte, dass die Kontakte weiterhin bestehen bleiben und ausgebaut werden. „Toll wäre es, wenn dadurch Freundschaften fürs Leben entstanden sind“, so der Bundestagsabgeordnete. Er ermutigte die Jugendlichen: „Ihr habt eine einzigartige Situation erlebt, nutzt dies für eures Leben.“

Beim Abschied gab es Freudentränen, hier und da schon Wehmut und ein Versprechen auf beiden Seiten: „Freunde, wir sehen uns im kommenden Jahr wieder.“ Ein Gegenbesuch in Arzamas ist bereits in Vorplanung.

(agsb)