Kreis Heinsberg: Jugendamt sucht nach Tagespflegepersonen

Kreis Heinsberg : Jugendamt sucht nach Tagespflegepersonen

Der Kreis Heinsberg hat jetzt noch einmal darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber die Erziehung, die Betreuung und die Förderung in der Kindertageseinrichtung und in der Kindertagespflege als gleichwertig und gleichrangig ansehe.

Daher sei es beispielsweise dem Kreisjugendamt Heinsberg daran gelegen, nicht nur den Bedarf an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen abzudecken. „Hier haben wir in den letzten Jahren viele zusätzliche Plätze geschaffen“, resümierten Sozialdezernentin Liesel Machat und Kreisjugendamtsleiter Hans-Jürgen Oehlschläger. Aber beide fügten hinzu: „Die Tagespflege ist ein wichtiger Bestandteil der Kinderbetreuung im Kreisjugendamtsbezirk Heinsberg.“

Zum einen bietet das Kreisjugendamt in Kooperation mit der kreiseigenen Anton-Heinen-Volkshochschule allen interessierten Personen eine entsprechende Qualifizierung an, um eine Kindertagespflege durchführen zu können. Die modular aufgebaute Qualifizierungsmaßnahme umfasst insgesamt 160 Stunden. Über ein Vorbereitungsseminar, mehreren Aufbaumodulen bis zu den drei Kompaktwochen reicht das Qualifizierungsangebot.

Dabei werden Themen behandelt wie Motivation zu Kindertagespflege, Veränderungen in der eigenen Familie, Eingewöhnung des Tageskindes, Aufgaben der Tagespflegeperson, rechtliche und finanzielle Fragen, Umgang mit Konflikten mit den Eltern oder Entwicklungsstufen der Kinder.

Vorbereitungsseminar

Als Tagespflegepersonen sucht das Kreisjugendamt ständig Frauen und Männer, die sich dieser wichtigen und verantwortungsvollen Aufgabe stellen wollen. Dazu erklärte Jugendamtsleiter Hans-Jürgen Oehlschläger: „In den drei Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht ist der Bedarf sehr hoch, um jungen Eltern durch eine verlässliche Kinderbetreuung den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen.“

Auch in den Stadtgebieten von Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg würden laufend Tagespflegepersonen gesucht. Das nächste Vorbereitungsseminar beginnt im November. Anmeldungen nimmt das Kreisjugendamt unter Telefon 02452/135114 oder 135116 entgegen.

Das Kreisjugendamt ist nach eigener Darstellung auch bereit, mit Institutionen und Vereinen, die ähnliche Ziele verfolgen, zu kooperieren. So hat sich in diesen Tagen der Verein Mats, ein Netzwerk für Tagesmütter und Tagesväter im Kreis Heinsberg, bei Landrat Stephan Pusch und Sozialdezernentin Liesel Machat für eine engere Zusammenarbeit ausgesprochen.

Liesel Machat: „Wenn es der Sache dient, ist das Kreisjugendamt stets bereit, fachlich zu kooperieren.“ So unterstrichen die Vorstandsmitglieder von Mats, Waltraud Große, Silvia Calis, Eva Piez und Sabine Lurweg, dass es gerade für Kinder im ersten Lebensjahr einen großen Betreuungsbedarf gebe.

Alle Gesprächsteilnehmer sprachen sich laut Pressestelle des Kreises für eine bedarfsgerechte Betreuung aus, bei der die Förderung der Kinder im Vordergrund stehe. Einig sei man sich vor allem in der Zielsetzung gewesen: „Wir wollen weiter für die Kindertagespflege als anerkannte Betreuungsform werben.“