Städteregion: „Jugend trainiert für Olympia“: Über 2700 Schüler aus Städteregion

Städteregion : „Jugend trainiert für Olympia“: Über 2700 Schüler aus Städteregion

Es gibt ihn schon seit mehr als 40 Jahren, und dennoch ist er den meisten Menschen völlig unbekannt. Dabei kommt dem Ausschuss für den Schulsport in der Städteregion eine sehr wichtige Rolle zu: Er ist für alle sportlichen Aktivitäten an Schulen außerhalb des Unterrichts zuständig.

Und er organisiert und koordiniert in seinem Zuständigkeitsgebiet den nach wie vor größten Schulsportwettbewerb der Welt: „Jugend trainiert für Olympia“.

Pergens (l.), Müllejans

Wer in diesen Tagen, kurz vor dem Start ins neue Schuljahr, in das Büro von Steffen Pergens kommt, bemerkt schnell, dass eine ausgeprägte Vorfreude in der Luft liegt. Der 21-jährige Verwaltungsfachmann im städteregionalen Schulamt ist seit 2015 Geschäftsführer des Ausschusses für den Schulsport und geht somit in sein zweites Schuljahr in dieser Funktion.

Am 8. September wird das Gremium in der Aula der Aachener Heinrich-Heine-Gesamtschule zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Dann werden zum einen die Zahlen der vergangenen zwölf Monate präsentiert und analysiert. Und zum anderen geht es um den Terminplan für die vielen Schulsportwettbewerbe, die im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ wieder ausgetragen werden sollen.

„Wir sind in der komfortablen Situation, dass unsere Ausschusssitzungen sehr gut besucht werden“, weiß Wolfgang Müllejans. Der Schulamtsdirektor ist von Amts wegen Vorsitzender des Gremiums. „Aber um das operative Geschäft kümmert sich mein Kollege“, stellt Müllejans die Rollenverteilung klar. So ist Steffen Pergens vor allem für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Wettbewerbe verantwortlich. Aber auch die grundsätzliche Kooperation mit Schulen, Vereinen und Verbänden gehört zu seinen Aufgaben.

Bis zu 100 Teilnehmer werden für die Sitzung am 8. September wieder erwartet. Es sind vor allem engagierte Sportlehrer, die Beauftragten für den Schulsport, Vereins- und Verbandsvertreter sowie Mitarbeiter der Sportbünde, die dann die Weichenstellungen für das Schuljahr 2016/17 vornehmen werden.

Dazu gehört zunächst die Neubesetzung des Ausschusses. „Doch das sind in der Regel nur Wiederbesetzungen“, relativiert Müllejans. „Glücklicherweise gibt es eine sehr hohe Kontinuität. Es ist gut und wichtig, dass man die Strukturen kennt und ein funktionierendes Netzwerk hat.“

Anschließend wird es um den Wettkampfplan gehen. Vieles hat sich bewährt und kann vom Vorjahr übernommen werden. „Aber es werden immer auch gerne Anregungen oder Änderungswünsche aufgenommen und soweit es geht und mehrheitsfähig ist umgesetzt“, erklärt Steffen Pergens.

Eine solide Basis kann der Ausschuss auch hinsichtlich der Teilnehmerzahlen an den Wettkämpfen vorweisen. Im zurückliegenden Schuljahr nahmen in insgesamt 14 Disziplinen (siehe Box) rund 250 Schulmannschaften mit gut 2700 Schülern an den Sportfesten teil. „Wir liegen mit der Beteiligung in der Städteregion seit vielen Jahren deutlich über dem Landesschnitt“, betont Wolfgang Müllejans.

Und wenn auch dem offiziellen Namen des Wettbewerbs entsprechend vor allem das Mitmachen und Dabeisein zählt, so sind der Schulamtsdirektor und sein Kollege durchaus auch stolz auf die erzielten Erfolge. Beispielsweise im Geräteturnen, wo gleich vier Teams beim Landesfinale vertreten waren. Oder im Fußball, Tischtennis, Handball und Basketball, wo einige Mannschaften das Bezirksfinale erreichten.

Das Qualifikationssystem ist grundsätzlich pyramidenartig strukturiert. Wettkämpfe gibt es zunächst auf Stadt- und/oder Kreis- bzw. Städteregionsebene. Dort können sich die jungen Sportlerinnen und Sportler — je nach Alter — qualifizieren für die Bezirks-, die Landesebene und bestenfalls sogar für das Bundesfinale.

Die unangefochtene Nummer 1 in der Gunst der Schüler ist Fußball. „Daneben ist Geräteturnen stark im Kommen. Hier haben wir mit dem TV Konzen einen sehr engagierten Verein in der Städteregion“, berichtet Pergens. Auch Handball werde wieder populärer. Ganz im Gegensatz zu Tennis, das sich seit Jahren in einem Tief befindet. Ganz neu in der Angebotspalette ist der Triathlon.

Die Gesamtschule Würselen hatte im vergangenen Schuljahr erstmals einen internen Wettbewerb in dieser Sportart ausgetragen. „Und das ist so gut angekommen, dass wir dort nun erstmals eine richtige Schulmeisterschaft für die Städteregion veranstalten werden“, freut sich der Geschäftsführer.

Es wird nicht die einzige Neuerung im Schuljahr 2016/17 sein. Neu ist beispielsweise auch, dass es in allen Kommunen eine Fußball-Stadtmeisterschaft der Grundschulen geben wird. Das Städteregionsfinale wiederum wird auf dem Aachener Tivoli ausgetragen. Ebenso wie alle Finalspiele der Städteregionsmeisterschaften im Fußball der weiterführenden Schulen. Im einen wie im anderen Fall macht sich die verstärkte Kooperation zwischen Alemannia Aachen und der Städteregion bemerkbar.

Auch andere Klubs kooperieren eng mit dem Ausschuss für den Schulsport. Etwa die Leichtathletik-Abteilung der DJK Elmar Kohlscheid, der bereits erwähnte TV Konzen und die Wasserfreunde Delphin aus Eschweiler. Ebenso wie der Einsatz der vielen Sportlehrer sei ihr Mitwirken für das Gelingen von „Jugend trainiert für Olympia“ unverzichtbar, unterstreicht Wolfgang Müllejans: „Ohne sie wäre der große Erfolg dieses Wettbewerbs nicht möglich.“