Kreis Heinsberg: Johanna Jäger steht vor einem großen Abenteuer

Kreis Heinsberg : Johanna Jäger steht vor einem großen Abenteuer

Für die 15-jährige Schülerin Johanna Jäger aus der Stadt Geilenkirchen beginnt in Kürze ein großes Abenteuer. Im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika wird die Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums ein Jahr lang bei einer Gastfamilie in den USA leben und dort die High-School besuchen.

Der Heinsberger Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU) hatte sie aus einer Reihe von Bewerbern ausgewählt. „Johanna Jäger ist die diesjährige Bewerberin, für die ich im Rahmen des Partnerschaftsprogramms die Patenschaft übernommen habe“, stellte der Abgeordnete die Schülerin bei einem Presegespräch in seinem Heinsberger Wahlkreisbüro vor und wünschte ihr gutes Gelingen für das Erkunden der gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Unterschiede der Länder Deutschland und USA.

Einmal jährlich könne eine Schülerin oder ein Schüler pro Wahlkreis unterstützt werden und im Rahmen eines Stipendiats Einblick in den Alltag des Gastlandes gewinnen und gleichzeitig das Heimatland und die Region als Botschafter repräsentieren.

„Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr eine Information in der Presse gelesen und beschlossen, mich zu bewerben, um für ein Jahr in den USA zu leben“, berichtete Johanna Jäger über den Beginn eines umfangreichen Bewerbungsverfahrens bei der Organisation Youth For Understanding (YFU). Es folgte nach der schriftlichen Bewerbung ein Informations- und Auswahlwochenende in Essen.

Nach Gruppen- und Einzelgesprächen traf die YFU eine Vorauswahl und benannte Wilfried Oellers drei Bewerberinnen und Bewerber. Die Auswahl sei ihm nicht leicht gefallen, da alle geeignet gewesen seien, beschrieb der Abgeordnete seine in Einzelgesprächen gewonnenen Eindrücke.

Johanna Jäger hat erste Kontakte zur Gastfamilie schon geknüpft. Das Lebensumfeld für das nächste Jahr wird der kleine, knapp 1200 Einwohner zählende Ort Marcellus in Michigan sein; so ziemlich in der Mitte der Strecke zwischen Chicago und Detroit gelegen. Im Umfeld von vier großen Seen werde sie Einblick nehmen können in die Kultur und Lebenswelt einer amerikanischen Familie, die aus den Gasteltern und einem Gastbruder im Vorschulalter besteht.

„Mein Lebensmittelpunkt wird die Marcellus High School werden, die auch stark das Freizeitangebot mitgestalten wird“, erklärte Johanna Jäger. Da habe sie wohl auch kaum Zeit für Gedanken an Heimweh. Für den Kontakt in die Heimat und zur Familie sei aber vorgesorgt. Via Internet per Skype werde die Kommunikation mit den Eltern und zwei Geschwistern jederzeit möglich sein. Zudem habe sie einen Blog vorbereitet, in den sie aktuelle Berichte einstellen werde.

(jwb)