Isenbruch: Isenbrucher Spielleute zeigen ihr neues Outfit

Isenbruch : Isenbrucher Spielleute zeigen ihr neues Outfit

Am Wochenende feiert Isenbruch gleich drei Feste, neben der Kirmes und dem 25-jährigen Schützenjubiläum stehen auch die die „silbernen” Spielmannsleute im Mittelpunkt.

Der Samstag ist ein großer Tag für den Jubilar, denn dann stellt das Korps der Öffentlichkeit seine neuen Uniformen vor. Als erste Uniformen nach der Gründung vor 25 Jahren dienten rote Umhänge, blaue Mützen und blaue Hosen.

Mitte der 70er Jahre war es Matthias Jansen gelungen, die Jugend im Ort für die Gründung eines Trommler- und Pfeiferkorps zu begeistern. Am 5. September 1976 fand die erste Versammlung statt. Zur Freude aller Interessierten kamen 26 Kinder und Jugendliche und zeigten Begeisterung für die Spielmannsmusik. Zunächst stand die Notenlehre auf dem Programm, selbst hier wuchs die Begeisterung unter den neuen Mitgliedern.

In der Folgezeit wurden die Instrumente angeschafft, die ersten Ausbilder waren Mathias Jansen, Adolf Stelten und Peter Beckers. Letztgenannter konnte aus seiner aktiven Zeit bei den Spielmannsleuten in Birgden zwei weitere neue Vereinskameraden für Isenbruch gewinnen, die die Ausbildung mit unterstützten.

Der Andrang der Jugendlichen war gewaltig, mit Freude wurde das Debut des Trommler- und Pfeiferkorps Isenbruch erwartet. Am 5. Juni 1977 war es dann so weit. Unter Tambour Adolf Stelten hatte das „Jugendkorps” seinen ersten Auftritt, der ganze Ort war stolz auf seine Trommler und Pfeifer.

Schnell hatten sich die Spielmannsleute aus Isenbruch einen Namen gemacht. Durch Übungsleiter Giel Senden aus den Niederlanden erhielten sie einen weiteren Feinschliff, nach einigen Jahren übernahm dann Jan Stelten aus Nieuwstadt/NL das Amt von Giel Senden und blieb für ein Jahrzehnt der musikalische Leiter.

1985 war ebenfalls ein bedeutsames Jahr in der jungen Vereinsgeschichte. Die erste Uniform mit hellblauen Jacken, grauen Hosen und weißen Schirmkappen wurde angeschafft. Der Tambourstab wechselte von Gerd Meures zu Martin Busch. Gerd Meures führte das Korps neun Jahre lang.

Im Januar 1996 wurde der dritte Niederländer als Ausbilder verpflichtet. Jack Backes hieß damals der neue Mann, der weiterhin in und für Isenbruch aktiv ist und sich auch in anderen Korps einen Namen gemacht hat. Der „Chef” wird von den Isenbruchern gefeiert, ist doch das Korps in Kreisen der Spielmannsmusik längst zu einem Begriff geworden.

Ein wenig traurig sind die Vereinsmitglieder trotzdem, denn krankheitsbedingt verloren sie ihren „Vater” der Spielmannsleute.

Die Begeisterung im Ort für das Trommler- und Pfeiferkorps ist unverändert, sogar die jungen Väter nehmen ihre Kids schon mit und so kennt das Korps keine Nachwuchsprobleme. Auch heute gibt die Jugend den Ton an.

Am Wochenende steigt die Spannung in der Bevölkerung, das Aussehen der neuen Uniformen ist noch ein großes Geheimnis im Ort. Höhepunkt ist sicherlich der große Festzug am Sonntag: Ab 14 Uhr wird die Spielmannsmusik im Ort aus allen Ecken und Winkeln erklingen.