Alsdorf: Investitionen ins Haus schonen Geldbeutel und Umwelt

Alsdorf : Investitionen ins Haus schonen Geldbeutel und Umwelt

Verbessern lässt sich eigentlich immer etwas. Sei es die Dämmung eines Hauses, sei es der Dachstuhl oder die Heizanlage. Den Geldbeutel von Verbrauchern will Gerhard Weiß durch seine Tipps ebenso schonen wie die Umwelt. Seit kurzem gehört der 53-jährige Architekt als fester Energieberater zum Team der Verbraucherzentrale in Alsdorf.

Sein Arbeitsumfeld kennt er bestens. Seit Gründung der Alsdorfer Beratungsstelle im März 1993 hat er dort freiberuflich seinen Rat angeboten. Nun tut er es mit Vertrag. Finanziert wird seine Stelle aus EU-Mitteln und vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projektes „Sparnachbar - Modernisierungsberatung der Verbraucherzentrale”.

Zwar ist die Stelle zunächst befristet auf zwei Jahre. Gleichwohl ist Udo Sieverding, Gruppenleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW, zuversichtlich, dass die Stelle darüber hinaus Bestand haben wird. „Energieberatung hat einen zunehmend hohen Stellenwert. Immer mehr Menschen sind bereit, in die energetische Sanierung ihrer Häuser zu investieren.” Und Gerhard Weiß ist einer, der sagt, wo es sich lohnt. Ob es während der Sommermonate etwa um Förderprogramme für Solarenergie oder Klimatechnik geht oder während des Winters um Schimmelschäden, Heizkosten oder Thermographien.

Ein kostenloser Erstkontakt ist am Telefon möglich. Weiß: „Häufig lassen sich dabei schon viele Fragen beantworten.” Halbstündige Gespräche in der Verbraucherzentrale kosten fünf Euro. Auf Wunsch berät der Aachener auch vor Ort. 60 Euro kostet ein umfassender Check, der nicht nur dem Auftraggeber dient. „Statistisch löst eine solche Vor-Ort-Beratung im Schnitt Investitionen in Höhe von 18.000 Euro aus. Das Geld dient auch der lokalen Wirtschaft”, sagt Udo Sieverding: „Ein Grund mehr, die Energieberatung dauerhaft zu fördern.”

Uwe Zink, Umweltdezernent der Städteregion, kennt einen weiteren: „Rund 46 Prozent des CO2-Ausstoßes kommen aus dem Wohnungsbau”, sagt er. Den zu reduzieren, ist immer ein Ziel der Beratungen.

Eng vernetzt ist der Alsdorfer Energieberater, der von drei Honorarkräften unterstützt wird, mit der Aachener Initiative „Altbau plus”. Weiß: „Wir können in der Region viele Synergieeffekte nutzen.” Letztlich auch eine Art, Energie zu sparen.

Kontakt und Termine

Erreichbar ist Gerhard Weiß in der Alsdorfer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, Bahnhofstraße 36-38. Telefonisch berät er dort dienstags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr unter 02404/93908.