Erkelenz: Interessante Literatur und Jazz im Burgh-Keller

Erkelenz : Interessante Literatur und Jazz im Burgh-Keller

Spannende Unterhaltung gab es erneut beim Literarischen Quartett.

Im ausverkauften Burgh-Keller standen wieder Bücher im Mittelpunkt: „Die Kreutzersonate”, eine Liebesgeschichte von Margriet de Moor, „Zwölf” von Nick McDonell sowie Balzac und die chinesische Schneiderin" von Dai Sijie.

Vorgestellt wurden die Bücher von der ehemaligen Schülerin des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, Sarah Buschfeld, dem Pfarrer im Pastoralteam des CGB, Franz-Josef Semrau, und von Claudia Villis-Habermann, Mutter von zwei CGB-Schülern.

Angeleitet von der Quartettleiterin Inge Koch-Wittmann diskutierten sie freundschaftlich über die unterschiedlichen Werke. Zum Team zählen auch die Musiker Robert Prins, Wolfgang Wittmann und Luisa Seeling, die mit Jazz für gelungene Unterhaltung sorgten.

Zwölf von Nick McDonell ist ein Drama über Drogen: „Eine der blöden Sachen an Drogen ist: Hat man sie, nimmt man sie. So braucht Jessica das Pulver, das sie eigentlich bis zu der großen Silvesterparty aufheben wollte, vorzeitig auf.” Damit nimmt das Dilemma seinen Lauf, denn nun muss neues her.

In Nick McDonell Werk ist früh absehbar, dass jene Silvesterparty in einer Katastrophe enden wird. Das Buch erzählt von Teenagern, Kindern reicher Eltern, bei denen es nur ums Habenwollen geht. Der Roman, den Nick McDonell im Alter von siebzehn Jahren schrieb, wird weltweit als literarische Sensation gefeiert.

Weder mit Drogen noch mit Teenagern, die alles haben, setzt sich dagegen Dai Sujie in ihrem Buch Balzac und die chinesische Schneiderin auseinander. Dai Sijie, 1954 in der Provinz Fujian in China geboren, schrieb vielmehr eine wundervolle Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der Kulturrevolution in China nach der Kulturrevolution.

In einem weltabgelegenen Umerziehungslager in den Bergen sollen Luo und seinem Freund diszipliniert werden; die Eltern sind Ärzte, Luos Vater hat sogar Mao ein neues Gebiss verpasst und den großen Fehler begangen, darüber zu reden. Ein herrliches Buch, in dem der Leser miterleben kann, wie die Freunde in eine fremde Welt eintauchen und wie viel Gültigkeit auch Bücher haben können, die schon hundert Jahre alt sind.

Das dritte Werk im Bunde war Margriet de Moors Liebesgeschichte Kreutzersonate. Die Autorin gilt als ist die bekannteste Schriftstellerin der Niederlande. In ihrem Werk geht es nicht nur um die junge Liebe und die Liebe zur Literatur, sondern auch um Lust und Leidenschaft.