Wassenberg: Intensivkur soll Stadtzentrum wiederbeleben

Wassenberg : Intensivkur soll Stadtzentrum wiederbeleben

Es klingt ein bisschen nach Wellness-Behandlung, wenn Jochen Meyer-Brandis von der „Revitalisierung” des „Patienten” Stadtzentrum spricht. Ums Wohlfühlen geht es tatsächlich, allerdings kann dem Stadtplaner zufolge nur eine gründliche Tiefenpflege mehr Lebensqualität schaffen.

Oberflächliche Kosmetik reicht da nicht aus. „Wenn der Patient so richtig ausgebrannt ist, dann hilft keine Spritze oder Tablette, dann muss man ganzheitlich rangehen.”

Bis auf die drei Vertreter der Unabhängigen Liste (UL) stimmte der Planungs- und Umweltausschuss geschlossen für das „Integrierte Handlungskonzept Stadtzentrum”, das Meyer-Brandis zuvor vorgestellt hatte. Danach sollen im Zeitraum von 2008 bis 2015 städtebauliche Missstände beseitigt und der Tourismus durch die Aufwertung des gesamten Erscheinungsbildes des historischen Ortskerns angekurbelt werden.

Nach bisherigem Planungsstand könne die Stadt mit Fördermitteln in Höhe von 5,9 Millionen Euro rechnen, sagte Meyer-Brandis. Der Eigenanteil von Wassenberg belaufe sich auf 2,5 Millionen Euro. Bürgermeister Manfred Winkens warb um einen „Grundsatzbeschluss”: „Die Aussichten auf Förderung sind sehr, sehr gut.”

Die UL begründete ihre Enthaltungen mit weiterem Gesprächsbedarf aufgrund „vieler offener Fragen”, so Hilmar Clemens. Doch grundsätzlich sei man „sehr begeistert von den Ideen. Sein Antrag, die Beschlussempfehlung zu vertagen, scheiterte.

„Dieses Konzept hat uns überzeugt”, befürwortete Ernst Kluth (SPD). Und auch die CDU hatte nur Lob übrig: „Wir stehen voll und ganz hinter dem Vorschlag”, sagte Matthias Cremer.