Hückelhoven: Integration mit einem Fest für alle voranbringen

Hückelhoven : Integration mit einem Fest für alle voranbringen

Über zehn Prozent der Bevölkerung Hückelhovens hat einen Migrationshintergrund. 90 Nationen sind in Hückelhoven vertreten. Das zeigt, dass Hückelhoven verbindet, finden die Organisatoren des ersten „Festes der Kulturen”.

Am Samstag, 20. März, werden die über 40 Vereine, Schulen und Institutionen ab 11 Uhr antreten, um die Vielfalt der Stadt darzustellen. Im Foyer, in der Mehrzweckhalle und im Gymnasium präsentieren sie Informatives und Kulinarisches, Landestypisches und Besonderes.

Beim gemeinsamen Nähen kann man dabei ebenso ins Gespräch kommen wie beim Kochen oder bei einem Schnuppersprachkurs. Dazu wird es ein Bühnenprogramm geben, das sicher für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

Die Integration wird in Hückelhoven ernst genommen. Drei Tage vor dem Fest, am 17. März, wird der Rat ein Integrationskonzept als Handlungskonzept auf den Weg bringen. Der Integrationsbeauftragte Heinz-Josef Schmitz und seine Kollegin Petra Hudler, Gleichstellungsbeauftragte, sehen in dem Fest der Kulturen einen wichtigen Schritt.

Schon vor zwei Jahren war das Internationale Frauenfest auf sehr gute Resonanz gestoßen, so Hudler. Damals war der Wunsch aufgekommen, so etwas zu wiederholen. Seit 1993 bereits gibt es in Ratheim das „Fest der Nationen”, das vom Runden Tisch und Pax Christi organisiert wird. Das bestehende Potenzial will Schmitz vernetzen und abstimmen.

Deshalb wird auch das Interkulturelle Zentrum an der Martin-Luther-Straße während des Festes eingebunden. Ein Highlight wird sicher das DFB-Mobil, das an der Turnhalle des Gymnasiums Station macht.

Dort können sich die Jugendfußballer über neue Trainingskonzepte informieren und ein wenig fachsimpeln. Dabei setzen die Veranstalter und der DFB vor allem auf die integrative Kraft des Fußballs. Zur Integration gehört auch gegenseitiges Verständnis.

Deshalb wird über die Erstellung eines interreligiösen Kalenders nachgedacht. Die Arbeit der Hückelhovener findet auch überregional Unterstützung. Der Integrationsminister des Landes, Armin Laschet, hat die Schirmherrschaft über das Fest übernommen.

Lob für das Konzept gab es auch vom Integrationsbeauftragten der Landesregierung, Thomas Kufen. Alle Beteiligten sind sich jetzt schon sicher, dass es nicht das einzige Fest der Kulturen bleiben wird.

Die Eigendynamik, die die Vorbereitung des Festes durch die beteiligten Partner genommen hat, sei der beste Beleg für die Resonanz, erklärte Jansen. Er ist sich sicher, dass es „rappelvoll” wird. Damit die Besucher das Fest auch finden, stellt die Stadt überall „Pappkameraden” auf, die den Weg zum Fest der Kulturen weisen. Da zwei Tage vorher der neue C&A eröffnet wird, wird die Innenstadt an diesem Tag ziemlich voll sein.