Kreis Heinsberg: Integration beginnt an der Grenze

Kreis Heinsberg : Integration beginnt an der Grenze

„Grenzräume sind entscheidend für die europäische Integration!” So lautete die These von Hans Niessen, Direktor der „Task Force Grenzgänger” der Euregio Maas-Rhein.

Weil dies eben auch für die hiesige Region gilt, nahm der FDP-Arbeitskreis Euregio Maas-Rhein mit seinem Leiter Walter Leo Schreinemacher und dem Schriftführer Hans-Josef Laumanns die persönliche Einladung des Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, zu einem Kolloquium nach Eupen in Belgien an. „Abbau struktureller Hindernisse für Grenzgänger durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit”: So lautete der Titel der hochkarätig zusammengesetzten Expertenrunde unter Vorsitz des Ministerpräsidenten.

Schreinemacher, der auch Mitglied im Heinsberger Kreistag ist, sieht ein breites Tätigkeitsfeld zur Umsetzung der Anregungen auch im Kreis Heinsberg, da im Kreis Einpendler aus den Nachbarländern ihre Arbeit hätten, aber auch Auspendler und im Kreis Heinsberg wohnende Niederländer und Belgier täglich ihren Arbeitsplatz jenseits der Grenze aufsuchen würden.

Aber auch die Schaffung des Gemeinsamkeitsgefühls in der Region soll nach Auffassung der Liberalen schon früh in den Kindergärten und Schulen ermöglicht werden. So sollten nach Möglichkeit schon im Kindergartenalter bilinguale Angebote realisiert werden. Dass dies innerhalb der „Euregionale 2008” durch keine Kommune im Kreis Heinsberg aufgegriffen worden sei, empfinden Laumanns und Schreinemacher als Mangel.

Angeregt wird ihnen, mögliche Weichen für das Kreisgymnasium Heinsberg zu stellen. So könne dort ein Euregionales Abitur mit Sprachnachweisen in Deutsch, Niederländisch und Französisch geschaffen werden - mit anschließendem weiterführenden Bachelor-Studium am Kreisgymnasium. „Ein Gymnasium mit europäischem Studienzweig in Heinsberg als Beispiel für gelebte europäische Integration”, so die Vorstellung der Liberalen.