Instagram: Bilder und Hashtags, die das Leben bestimmen

Instagram: Bilder und Hashtags, die das Leben bestimmen

Der Zusammenhang von Depressionen und Sozialen Medien

Als gesundheitsschädlich dürfe man Instagram dennoch nicht ohne Weiteres bezeichnen, sagt Georg von Polier, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Aachen. „Der Knackpunkt ist immer, wie man es benutzt.“ Studien legten nahe, dass der passive Gebrauche von Sozialen Medien — wenn man also überwiegend Fremden folge und selbst wenig postet — schlecht fürs Selbstwertgefühl sei.

„Der Zusammenhang von Sozialen Medien und Depression ist dann besonders groß, wenn die Nutzer sowieso schon eine Disposition haben, also anfällig sind und Risikofaktoren haben“, sagt von Polier.

Die Risiken der Selbstdarstellung haben auch die Instagram-Macher erkannt. Und deshalb im Frühjahr vergangenen Jahres eine Hilfsfunktion eingeführt. Sucht man etwa nach Bildern, die mit dem Hashtag #ImNotOk (Mir geht es nicht gut) versehen sind, erscheint automatisch eine warnende Benachrichtigung: „Beiträge mit Worten oder Markierungen, nach denen du suchst, können oft Verhaltensweisen fördern, die Schaden anrichten oder gar zum Tod führen können“, heißt es. Der Nutzer hat anschließend die Möglichkeit, sich die Beiträge trotz Warnung anzusehen oder auf den Button „Hilfe holen“ zu klicken.

Alexandra hat diese Hilfe fernab des Digitalen erfolgreich angenommen. Essen spielt auf ihrem Online-Profil kaum noch eine Rolle. Dafür hat sie in der Flut der täglichen Bilder ein weiteres verzerrtes Körperbild als möglichen „Trigger“ für sich ausgemacht: die der durchtrainierten Athleten.

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