Insekten in der City werden gezählt

Insekten in der City werden gezählt

Erkelenz (an-o) - Wie steht es um die Natur in Deutschland, wie viel Leben birgt das Grün vor der Haustür? Diesen Fragen soll am "Tag der Artenvielfalt" nachgegangen werden. Dem Aufruf folgt in diesem Jahr zum ersten Mal der Naturschutzbund NABU im Kreis Heinsberg.

Am Samstag, 14. Juni, wird der Erkelenzer Innenstadtbereich untersucht und Artenlisten der gefundenen Tier- und Pflanzenarten erstellt.

Die Initiative des Magazins GEO, 1999 als Einzelaktion organisiert, hat in den letzten Jahren über 30.000 Menschen mobilisiert - vom fünfjährigen Regenwurm-Spezialisten bis zum Professor der Botanik. Die Idee des "Tages der Artenvielfalt" ist es, in einer 24-Stunden-Aktion in einem begrenzten Gebiet eine Maximalzahl von Tieren und Pflanzen zu identifizieren - und damit zu zeigen, dass es Vielfalt nicht nur am Amazonas oder auf Borneo zu entdecken gibt. "Ziel ist es nicht, Rekorde zu brechen. Die Erlebnisse zählen mehr als die Ergebnisse", erläutert Martin Temme, Organisator der NABU-Aktion in Erkelenz.

"Es geht darum, den Blick für die Wunder im eigenen Umfeld zu schärfen und die faszinierenden Lebensformen, die sich in unserer unmittelbaren Nähe, ja sogar im Zentrum der Städte verbergen, neu zu entdecken", so Temme weiter.

Treffpunkt ist die Burg

Der NABU wird sich ganztägig an der diesjährigen Aktion beteiligen und am 14. Juni die Innenstadt von Erkelenz unter die Lupe nehmen.

Hier sollen alle Pflanzen-, Vogel- und Tagfalterarten, sowie einige andere Insekten notiert werden. Treffpunkt für alle Interessierten ist jeweils um 8, 10, 12, 14, 16 und 21 Uhr an der Burg Erkelenz.

Bei der Exkursion um 16 Uhr stehen vor allem die Insekten im Mittelpunkt des Interesses, bei der Abendexkursion sind auch Fledermäuse zu erwarten. Natürlich werden bei den Exkursionen einerseits die jeweils neu entdeckten Arten notiert, andererseits aber auch immer wieder das Artenspektrum vorgestellt.
Die vom NABU in der Erkelenzer Innenstadt katalogisierten Arten werden im Internet unter www.geo.de/artenvielfalt eingetragen und an die Zeitschrift GEO gemeldet, die, wie in den vergangenen Jahren auch, die Ergebnisse des GEO-"Tages der Artenvielfalt" auswerten und veröffentlichen wird.

In ganz Deutschland, aber auch in Österreich, Polen, Ungarn, Italien, Luxemburg und in der Schweiz werden sich mehrere hundert Gruppen an der Aktion beteiligen. Weitere Infos unter Telefon 02434/800960.