Wassenberg: Initiative gegen Legehennen verlangt nach Antworten

Wassenberg : Initiative gegen Legehennen verlangt nach Antworten

Die Initiative gegen den Bau von zwei Legehennenställen in Rosenthal macht mobil. Sie meldet „Zweifel an der Informationspolitik” an und fordert Landrat Stephan Pusch und Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens in einem offenen Brief auf, „Tacheles” zu reden.

In circa 15 Schreiben mit 1638 Unterschriften aus der Bevölkerung und etwa 18 Einwänden von Familien aus Wassenberg-Birgelen habe die Initiative immer wieder vermittelt, dass sich viele Menschen gegen den Bau von Legehennenställen in Rosenthal wehrten, weil sie um Lebens- und Wohnqualität für sich und die Stadt fürchteten, aber auch um Wertminderung ihres Eigentums und gesundheitliche Schäden, heißt es da.

Öffentliche Belange seien ebenfalls immer wieder geltend gemacht worden. „In der öffentlichen Anhörung am 25. Januar hat man von Seiten des Kreises darauf hingewiesen, dass Gesetz und Fristen einzuhalten seien und dem Antragsteller das Einvernehmen durch die Stadt Wassenberg zu erteilen sei. Anderenfalls könnte dieser Regressansprüche geltend machen. Die Stadt Wassenberg habe es eben bis dato versäumt, keine öffentlichen Belange (Tourismus) z.B. in Form von entsprechenden Überplanungen herzustellen.”

Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Rat der Stadt Wassenberg hätten hierzu mehrere Anträge gestellt, die jedoch von der Mehrheitsfraktion CDU - teils in Zusammenarbeit mit der FDP - abgelehnt beziehungsweise zur Überprüfung zurückgestellt worden seien.

Daher ergäben sich nun für die Gegner des Projektes einige Fragen: „1. Wir haben in Erfahrung gebracht, dass bis heute - obwohl wir aus der Kreisverwaltung die Zusage hatten, dass die Erteilung der Genehmigung im Juni 2011 erfolgen soll - keine Baugenehmigung zur Errichtung der Legehennenställe in Rosenthal erteilt wurde. Stimmt das? 2. Was verzögert die Genehmigung? Ist es die Erschließung? Sind es doch öffentliche Belange in der Form, dass Gelder der EU (475.000 Euro), des Landes NRW (142.500 Euro) und auch der Stadt Wassenberg (30.000 Euro) in das Projekt Interreg Deutschland/Nederland fließen - also unsere Steuergelder -, an dessen Zielgebiet das Bauvorhaben „Ställe für 39.000 Legehennen in Rosenthal” grenzt? 3. Welche Behörden sind am Genehmigungsverfahren beteiligt?”