Geilenkirchen: Initiative fordert weiter neue Awacs-Triebwerke

Geilenkirchen : Initiative fordert weiter neue Awacs-Triebwerke

Während am Dienstag Vertreter von Onderbanken, Brunssum, Limburg, Geilenkirchen, der NATO und des niederländischen Umweltministeriums in Den Haag das Problem der zu hoch gewachsenen Bäume auf dem Gebiet der niederländischen Gemeinde Onderbanken diskutierten, meldete sich die „Initiative gegen Awacs-Emissionen” zu Wort.

Sie begrüßt es, dass man sich für den Erhalt des Standortes Geilenkirchen einsetzt, verlangt aber auch, „dass die in über 5000 Unterschriften ausgedrückte Forderung nach Minderung der unerträglichen Emissionen an gleicher Stelle mit gleichem Nachdruck aufrecht erhalten wird.”

Die Initiative fordert die Politiker aller Parteien auf, „weiterhin für den Erhalt der Awacs-Basis mit neuen Triebwerken und verringerten Flugbewegungen zu kämpfen.” Alles andere sei schlecht für die Lebensqualität der Bürger dieser Region.

Simulator nutzen

Die Initiative betont, dass sie sich immer für den Erhalt der Basis ausgesprochen habe. Die Vertreter von CDU und SPD wollten alles Erdenkliche tun, damit die Basis erhalten bleibe, und bei den Grünen sei im Vorfeld des Wahlkampfes gar nichts mehr zum Thema Awacs zu hören.

„Wir bedauern es jedoch sehr, dass von der Politik das Thema Lärm- und Schadstoffminderung durch neue Triebwerke gar nicht mehr erwähnt wird.” Die Reduzierung der Emissionen sei offensichtlich tabu. „Niemand spricht mehr von der Möglichkeit, vollkommen unnötige Übungsflüge von Fluganfängern und Reservisten, die ihren Flugschein behalten wollen, in den Simulator zu verlegen.”

Den Politikern falle es schwer, vom Verband auf der einen Seite zu fordern, dass er sich für den Standort ausspreche und auf der anderen Seite gleichzeitig zu erwarten, dass er hohe Investitionen zur Umrüstung der Flugzeuge tätige.

„Aber es ist unfair, jetzt alles zu tun, damit er bleibt und erst anschließend wieder mit den alten Forderungen zu kommen.”