Kreis Heinsberg: Informationsveranstaltungen zum Thema Vorsorge: „Wer hilft mir, wenn…“

Kreis Heinsberg : Informationsveranstaltungen zum Thema Vorsorge: „Wer hilft mir, wenn…“

Die im November 2015 vorgestellte Vorsorge-Mappe des Kreises Heinsberg ist weiterhin sehr gefragt. Mehr als 20.000 Exemplare der von der Betreuungsstelle des Kreises erstellten Mappe zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Notfallausweis wurden bereits von interessierten Bürgern in Empfang genommen.

Auch wenn diese Mappe schon viele Informationen vorhält, bietet die Betreuungsstelle zusätzliche Informationsangebote an.

Auf Fragen wie „Ist denn eine Vorsorgevollmacht nicht nur etwas für alte Leute?“ antworten die Kräfte der Betreuungsstelle Karin Jonnaert, Rita Moll, Klaus Heinrichs, Irene Emunds-Toepke, Doris Kremers und Susanne Klein mit einem ganz klaren Nein. Denn Vorsorge sei ein wichtiges Thema für alle über 18 Jahren. Denn wer regelt bei einem Erwachsenen gleich welchen Alters die rechtlichen und sonstigen Angelegenheiten, wenn dieser beispielsweise nach einem Verkehsunfall im Koma liegt, wenn er nach einem Schlaganfall gehandicapt ist oder wenn eine schwere psychische Erkrankung eintritt? „Eine automatische Vetretungsbefugnis unter Angehörigen oder Partnern gibt es nicht“, erklärte der Kreis Heinsberg.

Aus diesem Grund bietet die Betreuungsstelle auch in diesem Jahr kreisweit Informationsveranstaltungen zum Thema „Wer hilft mir, wenn…“ Die Erfahrung zeige, dass den wenigsten Menschen klar sei, wer wann befugt sei, einen nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt handlungsfähigen Menschen zu vertreten und Entscheidungen rechtlicher, finanzieller oder sonstiger Art zu treffen. Auch Willi Schulze, Leiter der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung, zu der auch die Betreuungsstelle gehört, rät eindringlich: „Machen Sie sich in gesunden Tagen Gedanken darüber, wer für sie rechtliche Entscheidungen treffen soll, wenn sie es selbst nicht mehr können.“

In den Vorträgen werden verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge vorgestellt und die Unterschiede erläutert. Außerdem wird die Vorsorge-Mappe des Kreises präsentiert. Diese Mappe ist dann nach Angaben des Kreises selbstverständlich auch bei diesen Veranstaltungen erhältlich.

Die Termine für 2018:

Donnerstag, 17. Mai, 17 Uhr: Michael-Ende-Schule, Hückel­hoven-Ratheim, Wallstraße 60, Forum.

Mittwoch, 27. Juni, 16 Uhr: ­Sekundarschule, Waldfeucht-Haaren, Haarener Straße 183, Aula.

Donnerstag, 8. August, 17 Uhr:— Rathaus, Übach-Palenberg, Rathausplatz 4.

Mittwoch, 26. September, 16 Uhr, Kreisverwaltung, Heinsberg, Valkenburger Straße 45, großer Sitzungssaal.

Mittwoch, 7. November, 15 Uhr: Johanniter-Stift, Wassenberg, Johanniterweg 1, Restaurant.

Alle Veranstaltungen stehen allen interessierten Bürgern offen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Voranmeldung ist allerdings erforderlich. Sie solte erfolgen unter Telefon 02452/135505, -5506, -5507, -5509, -5511 und -5512 oder per E-Mail an betreuungsstelle@kreis-heinsberg.de.