Wegberg: Industriebrand im Prüfzentrum in Wildenrath

Wegberg : Industriebrand im Prüfzentrum in Wildenrath

Einen regelrechten Großeinsatz in Wildenrath auf dem Gelände des Siemens Prüfzentrums hatte die Freiwillige Feuerwehr Wegberg zu meistern.

Die groß angelegte Übung beinhaltete die gesamte Palette an möglichen Gefahrensituationen.

So lautete das Übungsszenario „Industriebrand” im Siemens Prüfzentrum, zeitgleich hatte es auch noch einen Zusammenstoß zwischen einem Fahrzeug und einem Schienenfahrzeug gegeben.

Einsätze, die insgesamt 82 Feuerwehrmänner der Löschzüge I , III und IV der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Klaus Bodden in Atem hielten.

Die Einheiten aus Wildenrath, Tüschenbroich, Klinkum, Arsbeck und Wegberg wurden zeitgleich von Sirenen alarmiert.

„Dieser Übungslauf wurde von der Wehrleitung ausgewählt, um die neu erarbeitete Alarm- und Ausrückordnung der Feuerwehr Wegberg auf ihre praktische Verwendbarkeit zu prüfen”, wusste der Pressesprecher der Wehr, Dieter Giesbertz, zu berichten.

Aber auch das Zusammenspiel mehrerer Löschzüge sollte für den Ernstfall geprobt werden.

Die Löschzüge III (Arsbeck und Wildenrath) und IV (Klinkum und Tüschenbroich) hatten den Einsatzbefehl „Menschenrettung und Brandbekämpfung in einem Industriegebäude sowie Aufbau der Wasserversorgung.”

In Anbetracht der Größe des Geländes eine enorme Aufgabe, die die Feuerwehrmänner fachmännisch und schnell im Griff hatten.

Die Aufgaben hatten die beiden Löschzüge aufgeteilt. Die Löschgruppen aus Wildenrath und Arsbeck hatten alle Hände voll mit der gemeinsamen Menschenrettung und dem Löschangriff auf den Brandherd zu tun, die Wasserversorgung sicherten die Löschgruppen aus Klinkum und Tüschenbroich. Für die Wasserversorgung musste eine zirka 300 Meter lange Versorgungsleitung.

Der Löschzug I hatte derweil ebenfalls alle Hände voll zu tun. Es galt nämlich eine in ihr Fahrzeug eingeklemmte Person zu befreien. Das Fahrzeug war versehentlich von einem Schienenfahrzeug der Firma Siemens an einem Bahnübergang mitgerissen worden.

Zu allem Überfluss hatte sich der Wagen unter dem Schienenfahrzeug verkeilt und es liefen rund 50 Liter einer unbekannten Flüssigkeit aus.

Unter der Leitung von Zugführer Walter Kannen durften die Feuerwehrmänner des Löschzuges Wegberg-Mitte mit Hilfe von hydraulichen Geräten die eingeklemmte Person befreien, zugleich galt es, die Chemikalie abzudichten und umzufüllen.

Zum Einsatz kamen außerdem auch eine weiträumige Ausleuchtung der Einsatzstelle, der Funkverkehr konnte ausgiebig getestet werden und die erstmalig angeschafften Westen für die Führungskräfte konnten auch auf ihren praktischen Nutzen hin geprüft werden.

Dabei stellte sich schnell heraus, dass die Kennzeichnung von Abschnittsleitern und Einsatzleitern viele positive Einflüsse auf die Einsatzabwicklung hatte.

Nach diesem Übungserfolg, bei dem etliche Arbeitsabläufe auf Herz und Nieren” geprüft und für den Ernstfall erprobt wurden, ist sich die Wehr sicher: „Diese Übungsformen des optimierten Einsatzes werden auch in naher Zukunft mit den anderen Löschzügen an anderen Objekten durchgespielt.”