Heinsberg-Schafhausen: In Schafhausen regieren Frohsinn, Spaß und Narretei

Heinsberg-Schafhausen : In Schafhausen regieren Frohsinn, Spaß und Narretei

„Als Schafhausener Neubürger haben sie nicht gewartet, bis sie angesprochen wurden, sondern sind selbst aktiv geworden”, lobte Präsident Christian Schreinemacher das Vereinsengagement des neuen Prinzenpaares des Schafhausener Karnevalsvereins (SKV), Prinz Gerd I. und Prinzessin Rita (Derstappen).

Mit Musik vom Trommler- und Pfeiferkorps auf die Bühne begleitet und unterstützt von ihren Adjutanten Werner Jörissen und Udo Delissen sowie Hoppeditz Marita Delissen, dem Elferrat und den SKV-Garden, bahnten sie sich ihren Weg durch die „rappelvolle” Mehrzweckhalle.

Vom Präsidenten mit dem Prinzenzepter ausgestattet, richtete Prinz Gerd das Wort an seine närrischen Untertanen: Der Zahl 11 kommt beim Prinzenpaar wohl eine besondere Bedeutung zu. Seit 5 x 11 Monaten an der Wolfsheide zu Hause, gab es zunächst für die Nachbarschaft ein Lob, die das Einleben erleichterte. Im Kegelclub ist man ebenfalls mit 11, die eine gesellige Kugel schieben, verriet der Prinz. Den meisten Beifall erhielt er allerdings für das Bekenntnis: „Seit fast 4 x 11 Monaten ist der SKV unser Verein - wir sind stolz, Euer Prinzenpaar zu sein.” Sein Wunsch für die Session: „Es regieren Frohsinn, Spaß und Narretei, denn am Aschermittwoch ist schon wieder alles vorbei.”

Flotte Karnevalshits vom Trommlerkorps unter Leitung von Matthias Lambertz und dem St.-Donatus-Bläserkorps als Sitzungskapelle unter Leitung von Georg Landmesser waren die richtige Einstimmung für die Sitzung. Einen wahren Beifallssturm ernteten die 16 Mädchen der Minigarde des SKV für ihren gelungenen Auftritt. Zu ihnen gehörte auch das jüngste Tanzmariechen des SKV, Stella Pillat, die nur wenig später noch einmal als Solistin auf der Bühne stand und ohne Zugabe nicht verabschiedet wurde.

Das Stadtprinzenpaar, Prinz Jo I. und Prinzessin Anneliese, machte mit den Karker Rabaue dem SKV seine Aufwartung und sprengte dabei die Bühnenkapazität. Der begleitende Instrumentalverein musste erst einmal ausmarschieren, damit Tanzmariechen, Prinzengarde und Showtanzgruppe Bellissimo, präsentiert von Präsident Josef Hummelsheim, ihre Künste zeigen konnten.

Fast zu schade für den noch recht frühen Abend waren anschließend Josef, Jupp und Jüppchen. Das Aachener Karnevalstrio mischte mit Wortwitz und Gesang das Publikum so richtig auf und heizte die Stimmung kräftig an. „Ich höre und sehe sie immer wieder gerne” outete sich auch Präsident Christian Schreinemacher als Fan des Trios.

Danach das Publikum in den Griff zu bekommen, war für Büttenredner Peter Ketzer aus Düsseldorf eine echte Herausforderung, die er allerdings meisterte. Optische Leckerbissen servierten Tanzmariechen Ilona Roos mit einem Solo und die Showtanzgarde „Avanti” vom SKV, die das Publikum mit auf eine Reise durch England, Irland und Schottland nahm.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörten Heinz Rüdiger und Edno Bommel mit einer geradezu Zwerchfell erschütternden Show, die kein Auge trocken ließ. Das lag nicht allein am sächsischen Tonfall, der dem Auftritt noch eine besondere Note gab. Da musste sich dann der als „Ne bonte Pitter” bekannte Büttenredner Edgar Andres aus Belgien schon mächtig ins Zeug legen, um das Publikum doch noch auf seine Seite zu ziehen.

Für bayerisches Flair sorgte die Showtanzgruppe „Graffitty” des SKV mit einem gekonnten Auftritt. Zu vorgerückter Stunde gab es ein Wiedersehen mit Karl-Heinz Koken, der als Fahrschüler in die Bütt ging. Die Playback-Show der „Union-Geister” war eine perfekte Einstimmung auf das Finale, das „Die drei Richtige Kölle” bestritten. „Die Gäste blieben bis zum Schluss, also hat ihnen wohl das Programm gefallen”, freute sich der Präsident, der im Verlaufe der Sitzung auch die Gastgesellschaften auf der Bühne zum Ordensaustausch empfing.