Erkelenz/Hückelhoven: In Gemeinschaft Kraft und Mut schöpfen

Erkelenz/Hückelhoven : In Gemeinschaft Kraft und Mut schöpfen

Am 20. Juli 1957 setzten sich sieben versehrte Sportler zusammen und gründeten die Versehrtensportgemeinschaft (VSG) Erkelenz, die schnell viele Mitglieder gewann.

„Zum Sport trafen wir uns zunächst in der alten Halle des Turnvereins Erkelenz, zu dem wir gute Beziehungen pflegten. Neben dem Sitzball widmeten wir uns auch dem Turnen und der Gymnastik, der Leichtathletik, dem Tischtennis und schließlich auch dem Prellball, der uns zu größeren Erfolgen führen sollte”, berichtete Rudolf Müller von den Anfängen.

1962 nahm die VSG zum ersten Mal an einem Prellballturnier in Dormagen teil. Der Grundstein für eine große Prellballzukunft war jedenfalls gelegt. Ein Höhepunkt war die Einladung zu den Weltspielen der Gelähmten 1972 in Heidelberg. „Als Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen nahmen wir an einem Demonstrations-Prellballturnier teil.”

„1976 steigerten dann eine Reihe von uns ihre körperlichen Aktivitäten”, berichtete Müller. Die VSG hatte ein Grundstück in Ratheim am Adolfosee angepachtet. Es wurde mit einem Mobilheim ausgestattet und erhielt den Namen Seeblick. 1982 erwarb die VSG dieses Gelände.

„Was wir vor 50 Jahren wurden, sind wir heute noch: eine frohe Gemeinschaft von über 140 ordentlichen Mitgliedern nebst Begleitung. Versehrtensport ist eine Gemeinschaft von Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten, sich zu bewegen. Jeder Teilnehmer erlebt in der Gemeinschaft, wie die anderen mit ihren Behinderungen fertig werden. Die Versehrtensportgemeinschaft Erkelenz hat in den vergangenen 50 Jahren deutlich gemacht, dass die Mitglieder Kraft und Mut aus sich selbst und aus der Gemeinschaft schöpfen”, so Müller.