Erkelenz: In Etappen zum Ziel Baumschulpark

Erkelenz : In Etappen zum Ziel Baumschulpark

Das Staunen war groß bei einigen Kommunalpolitikern, als sie vor der Sitzung des Bau- und Werksausschusses bei einem Ortstermin das Gelände der ehemaligen Baumschule Gerards bei Mennekrath besichtigten.

Dort soll, wie die Erkelenzer Volkszeitung bereits ausführlich berichtete, ein Baumschulpark entstehen.

„Wir haben feststellen können, dass Erkelenz ein wunderschönes Stückchen Land besitzt.” Es wäre schade, den wertvollen Baumbestand nicht sinnvoll zu nutzen”, meinte der CDU-Ratsherrm Klaus Steingießer, der damit nicht nur den Kollegen seiner Franktion aus der Seele sprach, sondern auch denjenigen der SPD, wie deren Sprecher Rainer Rogowski bestätigte.

23 Hektar groß ist die Fläche der ehemaligen Baumschule bei mennekrath entlang der A 46 und der Bahntrasse. Dort war die Stadt mit dem Kauf Herrin von 100 000 Bäumen geworden.

Bereits 1999 war der Grundsatzbeschluss zur Schaffung des Baumschulkparks gefasst worden. Zwischenzeitlich war die veraltung bemüht, eine landeszuwendung für die Umgestaltung zu erhalten.

Das Land erkennt zwar die Förderwürdigkeit der Maßnahme an, hat aber kein Geld, um die Förderung zu realisieren.

„Damit der vorhanden und zu dicht stehende Baumbestand nicht in der Substanz gefährdet wird, ist die Verwaltung der Auffassung, die Zielsetzung mit eigenen Mitteln zu verwirklichen”, erläuterte der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg.

Bei der Sitzung stellte er erste Planungen vor, die von der Ausschussmehrheit verabschiedet wurden. „Wir wollen einen respektvollen Umgang mit Natur und Tierwelt.” Das Gelände sei eine ökologische Nische in der ansonsten „ausgeräumten Landschaft” im Erkelenzer Norden zwischen Nordtangente, dem Umsiedlungsstandort für Borschemich und Rath-Anhoven.

Die Fläche des Baumschulparks soll sich weiter natürlich entwickeln. Größere Eingriffe in die Natur werde es nicht geben.

Allerdings sei es unerlässlich, den zu dichten Gehölzbestand auszulichten. Das bestehende Wegenetz soll genutzt und ein Baumlehrpfad angelegt werden.

Langfristiges Ziel ist es, die beiden Baumschulbereiche zu vernetzen und eine angrenzenden Ackerparzelle in die Landschaftsgestaltung einzubeziehen.

„Die Stadt Erkelenz ist eine historische Baumschulstadt”, meinte Lurweg. Ähnlich wie im industriellen Bereich sei auch dieser Berufszweig eiem starken Strukturwandel unterworfen.

Mit dem Baumschulpfad soll an die Historie erinnert und sie Arbeistweise einer Baumschule dargestellt werden. Weiterhin beabsichtigt die Stadt, eine größere Freifläche inmitten der „bewaldeten” Region als Spiel- und Freizeitfläche zu nutzen.

Auch sollen der Hauptwanderweg A1 und der Hauptradweg EK am Baumschulpark angebunden werden.

Die Ausschussmehrheit vertrat hingegen die von Lurweg vorgetragene Anbsicht, wonach das Projekt auf etliche Jahre angelegt sei. So seien in diesem Jahr für den Park im Haushaltsplan 45 000 Euro vorgesehen.

Außerdem fallen jetzt schon alljährlich 25 000 Euro für den Unterhalt des Geländes an. Dieser Betrag würde nunmehr nicht nur dem reinen Erhalt, sondern zugleich der Verbesserung der Struktur dienen.

Die Langfristigkeit der Umgestaltung des ehemaligen Baumschulgeländes zum Baumschulpark ließ die bedenken an die Finanzierbarkeit bei der großen Ausschussmehrheit schwinden.

Vom Grundsatzbeschluß bis zur jetzigen Entscheidung vergingen vier Jahre, bis zur endgüpltigen realisierung werden noch weitere vergehen.