Kreis Düren: In der zweiten Aprilhälfte wird es unbeständiger

Kreis Düren : In der zweiten Aprilhälfte wird es unbeständiger

Rechtzeitig zu den Osterferien erwachte mit dem Aprilstart der Frühling im Kreis Düren. Karfreitag wurde sogar bereits der erste Sommertag mit Temperaturen oberhalb von 25 Grad gemeldet.

Die Liebhaber der Frühlingswärme wurden im März dagegen enttäuscht. Dennoch blieben die Durchschnittstemperaturen in allen Höhenlagen im Rahmen. Meist betrug die negative Abweichung nur zwischen 0,1 Grad (Düren und Jülich) und 0,5 Grad im südlichen Kreisgebiet. Der wärmste Tag des Monats war der 14. März mit 16,4 Grad in Düren, 17,1 Grad in Hoven und Vettweiß, sowie 17,9 Grad in Nörvenich.

Die Zahl der Frostnächte war in den Tallagen erneut hoch: Jülich meldete elf Frosttage, Düren und Zülpich meldeten zehn, Vossenack und Drove neun.

Die kälteste Nacht im März lag bereits im kalendarischen Frühling. Am 21.3. meldeten Drove -3,6 Grad, Nörvenich -3,4 Grad, Düren -3,2 Grad, Zülpich -2,9 Grad, Vossenack -2,8 Grad, und Jülich -2,4 Grad. Also keine besonders niedrigen Werte.

Wer sich nach Sonne sehnte, wurde im März häufig enttäuscht. 23 Regentage (Vossenack), Dunst und Nebel machten die Stundenausbeute beim Sonnenschein im März mager. Wechselhaftes und kühles Wetter ließen zudem die Pflanzenwelt ohne größeren Vegetationsschub. Zwischen Zülpich und Vettweiß waren es 126 Stunden, in Düren 124 Sonnenstunden, in Nörvenich 122 Stunden und in Jülich 114 Stunden.

Früher Pollenflug

Der Flug der ersten Haselnuss- und Erlenpollen kam bereits Anfang März. Die Erdkrötenwanderung lief am 15. März an.

Das meteorologische Highlight des Monats war sicherlich die spektakuläre Kaltfront mit Gewittern, Windstärke 8/9 und Graupelschauern am 23. März gegen 19 Uhr. Innerhalb kürzester Zeit sanken die Temperaturen unter 0 Grad. Der sterbende Winter bäumte sich noch einmal dauf. Sechs bis sieben Schneedeckentage waren allerdings eher mager für die Wintersportorte der Nordeifel.

Überall im Kreis Düren wurde die normale Niederschlagsmenge überschritten, vor allem an den nördlichen Stauseiten der Mittelgebirge. Mit 138 l/qm registrierte man in Vossenack 30 Prozent mehr Niederschlag als üblich.

Aber auch die anderen Stationen lagen zehn bis 25 Prozent über den Normwerten: Schmidt 107 l, Drove 92 l, Hambach 83 l, Jülich 77 l, Vettweiß 75 l, Nörvenich 69 l, Simmerath 114 l und im Raum Düren 68 l/qm. Vor allem die großen Regenmengen am 5. und 6. März (20 bis 30 l/qm) sorgten dabei für leichtes Hochwasser an den heimischen Flüssen.

Es sieht so aus, als wenn der restliche April unbeständiger wird und die Temperaturen nur noch selten 20 Grad erreichen. Bis zum Monatsende ist aber kein Rückfall in den Winter oder Nachtfrost auf den Computerkarten zu entdecken.