Waldfeucht-Braunsrath: In der Kirche muss Gras gemäht werden

Waldfeucht-Braunsrath : In der Kirche muss Gras gemäht werden

Heute stehen sie wieder vielerorts, so auch in Braunsrath an der Weihnachtskrippe, ganz dicht neben dem Jesuskind - Kaspar, Melchior und Balthasar, die Heiligen drei Könige, deren Fest am Dienstag gefeiert wird.

Die Weihnachtskrippe in der Braunsrather Pfarrkirche gehört zu den sehenswerten Krippen im Heinsberger Land, die sich alljährlich neu gestaltet präsentiert. Dafür sorgt zur Freude von Dechant Pfarrer Wolfgang Kretz und der ganzen Gemeinde eine inzwischen 15-köpfige Gruppe von „Krippenbauern”.

Zu ihnen gehören Bernhard und Michael Beythen, Rosie und Heinrich Winands, Paul und Marlene van Hauten, André Sentis, Horst Ohlenforst, Reinhard Laprell, Hans und Finchen Schütz, Käthe Claßen-Houben sowie Hans-Willi und Mathilde von Birgelen, Willi Schröder und Kurt Wallrafen.

Begonnen hat die Gruppe 1995 mit vier Leuten zur Unterstützung der damaligen Küsterin Elisabeth Schlebusch, die noch eigenhändig die Kleider für die Holzfiguren nähte - für Maria und Josef, das Jesuskind sowie drei Hirten und die Heiligen drei Könige.

Nicht die Figuren sind das Besondere an der Braunsrather Krippe, sondern die jährlich recht aufwändige und wechselnde Gestaltung. So verschwinden eine Woche vor Weihnachten der Marienalter und das Taufbecken hinter einem Vorhang, der sich erst am Heiligabend wieder öffnet. Der Braunsrather Malermeister Josef Knoben malte vor Jahren bereits das Tuch mit der Darstellung der Stadt Bethlehem, die der Weihnachtskrippe mit dem Stall in den Bergen von Bethlehem zu Füßen liegt.

Viel Natur und damit viel echtes Grün zeichnet die Braunsrather Krippenlandschaft aus, in diesem Jahr unter anderem mit einem Wasserfall, der aus einem Schieferfelsen sprudelt. Auf einer echten Wiese, deren Gras sogar während der Weihnachtszeit „gemäht” werden muss, weiden die Schafe. Noch bis zu Maria Lichtmess bleibt die Krippe in Braunsrath in der Pfarrkirche stehen. Besucht werden kann sie an Sonn- und Feiertagen nach dem Hochamt jeweils bis 18 Uhr.