Wegberg-Merbeck: In Burundi sorglos durch die Nacht

Wegberg-Merbeck : In Burundi sorglos durch die Nacht

Abbé George Rukundo kehrt nach vielen Jahren in Deutschland nach Burundi zurück. 1994 hatte der Geistliche seine afrikanische Heimat verlassen müssen, nachdem sein Hilfsprojekt in Maraga zerstört worden war.

Burundi befand sich im Bürgerkrieg und bot keine Basis für praktische Hilfe, wie Abb?é George sie mit seiner Kinderstation anbot. Er fand unter anderem in Merbeck eine neue Heimat, wo er sieben Jahre lang lebte und arbeitete.

„Ich habe viele Freunde gefunden und Unterstützung erfahren”, erklärte der Geistliche bei einem Gespräch kurz vor seiner Abreise zurück in die Heimat. Trotz aller Fürsorge und Freundschaft wollte er vom ersten Tag seines Aufenthaltes in Deutschland an nach Burundi zurück, um seine Arbeit in Maraga fortzusetzen. Jetzt ist es soweit.

Seit zwei Jahren herrscht in Burundi Frieden. Abbé George reiste sofort in sein Heimatland, um sich vor Ort davon zu überzeugen, dass die Hilfsprojekte wieder aufgenommen werden könnten.

Jetzt hat sich nach seiner Auffassung die politische Lage stabilisiert. Was ihn letztendlich vom friedlichen Zustand in seiner Heimat überzeugte, ist etwas, das in hiesigen Breitengraden selbstverständlich ist: „Zum ersten Mal konnte ich auch nachts reisen”, erinnerte er sich. Seine zukünftigen Aufgaben beschränken sich nicht auf die Seelsorge. In Maraga wohnen rund 57.000 Menschen, ein Krankenhaus gibt es nicht. „Derzeit haben wir eine Lehmhütte. Also liegt noch ein langer Weg vor uns.” Den kann er nur mit Geld beschreiten. Rund drei Jahre, so schätzt er, werden die Aufbauarbeiten dauern. „Wenn die Struktur steht, sind Sachspenden willkommen”, sagte er kurz vor dem Abflug.

Bis dahin zählt jeder Cent, mit dem die medizinische Versorgung vor Ort aufrecht erhalten werden kann. Wer dazu beitragen möchte, der kann für den „Förderverein Abbé George” auf das Konto 1401955388 bei der Kreissparkasse Heinsberg spenden.