Erkelenz: Import aus Wegberg verzaubert Erkelenz

Erkelenz : Import aus Wegberg verzaubert Erkelenz

Die Stadthalle war bis auf einige wenige Plätze mit gut gelaunten Jecken besetzt, als die große Galasitzung der EKG begann.

Über 500 Narren waren dem Ruf der Blau-Weißen gefolgt. Entsprechend schwappte die Stimmung schon über, als Sitzungspräsident Helmut Jopen die Tollitäten Reinhold I. und Marion I. samt Hofstaat und in Begleitung des Wegberger Musikzuges empfing.

Ihre Lieblichkeit Marion I. stellte er dem närrischen Publikum als den „charmantesten Import aus Wegberg” vor und gab preis, dass sie an einem Rosenmontag das Licht der Welt erblickt habe.

Nachdem die Tolitäten in der „Hött” Platz genommen hatten, übernahm der Kommandant der Prinzengarde das Kommando auf der Bühne. Die Auftritte des Jugendtanzpaares, der Tanzgarde und des Funkemariechens rissen die Zuschauer von den Stühlen.

Und so kam der Tross der Prinzengarde nicht ohne eine Zugabe und unter anhaltendem Applaus von der Bühne. Von dieser großen Anteilnahme fühlte sich wohl auch Hoppeditz „Hacky” Eichler beflügelt, als er sich dem Show- und Gardetanz des Kinderballetts anschloss. Den folgenden Showtanz wettstreitender „himmlischer” Teufel und äußerst „herrlicher” Engel beobachtete er aber lieber aus der Entfernung.

Besonders die Lövenicher Tolitäten Karl-Heinz II. und Ellen I. (Ehepaar Esser) konnten sich über ihren Besuch der Galasitzung freuen: Sie bekamen zur Förderung der Lövenicher karnevalistischen Jugendarbeit von Sitzungspräsident Jopen 500 Euro überreicht.

Dann folgten drei Herren, die man nicht nur in Erkelenz bereits bestens kennt: Frank Morawa, Dieter Steudter und Willi Wilden - „Die 3 Colonias”. Sie lieferten die köllsche Antwort auf Retorten-Star Daniel Küblböck und widmeten den anwesenden Geistlichen mit „Du schwarzer Zigeuner” ein recht eigenwilliges Ständchen.

Vor allem Frank Morawa gewann die Herzen der Damen als „Elvis vom Eigelstein”. Das Programm ließ die versammelten Jecken kaum zur Ruhe kommen. Denn auch bei dem Nettetaler Stefan van den Eertwegh, besser bekannt als „Die Erdnuss”, jagte ein Lacher den nächsten.

Vom Hahn auf Viagra bis zum Urlaub in der „Deutschen Dominikanischen Republik” (DDR) reichte sein Repertoire. Auch Carsten Forg und Roland Jansen als „Et Zweigestirn”, Bauchredner „Klaus & Willi”, „Bajaasch” und „Blom un Blömcher” brachten den Saal zeitweise zum toben.

Und so waren am Ende der Gala nicht nur alle „Müller oder was”, sondern auch rundum zufrieden. Einige der Bütten- und Bühnenkünstler sind auch nächsten Samstag bei der Damensitzung wieder dabei.