Wegberg-Uevekoven: Im Labyrinth auf dem Weg zu sich selbst

Wegberg-Uevekoven : Im Labyrinth auf dem Weg zu sich selbst

Anlässlich des Internationalen Tages des Labyrinthes hatten Antje Vonderheide und Norbert Kostka in ihr Domizil im Uevekovener Wasserturm eingeladen. Die Besucher konnten allerlei über Labyrinthe erfahren und im ehemaligen Wasserbehälter des Turmes auch selber eines begehen.

Immerhin rund 230 Stufen waren dafür zu erklimmen. Dort, wo einmal 400 Kubikmeter Wasser für die Abnehmer der Umgebung gelagert wurden, hatten die beiden ein indianisches Labyrinth auf den Boden gezeichnet, auf dem sich die Besucher auf den Weg zum Mittelpunkt des Raumes und zu sich selbst machen konnten.

Zuerst mussten der Architekt und seine Lebensgefährtin jedoch oft mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen. Denn was den meisten Menschen bei dem Wort „Labyrinth” durch den Kopf geistert, hat damit nichts zu tun. „Viele Menschen verwechseln das Labyrinth mit dem Irrgarten, in dem man sich verlaufen soll”, erklärte Kostka bei der Ortsbesichtigung in luftiger Höhe.

Labyrinthe sind aus nahezu allen alten Kulturen der Menschheit überliefert und dienen nicht dem Zweck des Verirrens, sondern ganz im Gegenteil zur Selbstfindung. Auch kann man im Labyrinth sehen, wo man sich befindet, während man den vorgezeichneten Pfaden in Richtung Mitte folgt.

So dienten die Labyrinthe bei den Kelten, Polynesiern und auch den amerikanischen Ureinwohnern religiösen Zwecken. Das Beschreiten des vorgeschriebenen Weges ins Innere des Labyrinths diente der Selbstfindung und Meditation.