Kreis Heinsberg: Im Frauenzentrum geht es um die Familie

Kreis Heinsberg : Im Frauenzentrum geht es um die Familie

„Unsere Themen befassen sich nicht mit der sogenannten Frauenfrage. Letztlich geht es um die Familie und die geht alle etwas an”, so Rita Zurmahr-Tabellion über die Diskussionsgrundlagen des Frauenzentrums.

Seinen Ursprung hatte das Frauenzentrum im Frauencafé, das sich 1999 im heutigen Bürgerbüro im Hückelhovener Rathaus zusammenschloss. Nun gab es eines der letzten Treffen im Café Creativo. Ab 22. September trifft sich das Frauenzentrum regelmäßig im Alten Rathaus in Ratheim.

„Einen festen Raum in der Burg Hückelhoven haben wir nicht bekommen, aber dort werden immer wieder von uns organisierte Veranstaltungen stattfinden”, erklärte die Vorsitzende. So wie am kommenden Donnerstag, 17. September: Ab 19.30 Uhr findet dort an der Dinstühlerstraße eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten statt, denn das Frauenzentrum versteht sich als ein partei- und konfessionsübergreifender Verein.

Eingeladen sind Leo Dautzenberg (CDU), Norbert Spinrath (SPD), Andreas Rademachers (FDP), Gisela Johlke von Bündnis 90 / Die Grünen (sie wird allerdings vertreten) sowie Christa Frohn von der Partei Die Linke, die sich allesamt durchaus kritischen Fragen zu angekündigten Themen stellen müssen. Dazu gehören die Politik für Familien, der demografische Wandel, das Verhältnis der Generationen zueinander, die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Familie, Familienleistungen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Wie sich schon bei der Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten gezeigt hat, ist die Angst um Arbeitsplätze nach wie vor ein Thema unter Frauen. Vor allem in der Finanzkrise, denn meist sind es Frauen, die Stellenkürzungen zu spüren bekommen”, stellte Rita Zurmahr-Tabellion fest. „Es stimmt nicht, dass mit der Emanzipation alle Missstände behoben wurden”, fügte ihre Stellvertreterin Mali Berger hinzu. „Frauenthemen werden derzeit nur nicht mehr öffentlich diskutiert.”

Man darf aber nicht glauben, dass die engagierten Frauen engstirnige „Emanzen” seien. „Wir wollen größere Zusammenhänge aufzeigen, damit für junge Familien optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden, und dazu gehören eben auch bessere Berufschancen für Frauen, besonders für jene mit Kindern.” Deshalb sind auch Männer immer eingeladen zum „Klönen - Informieren - Nachfragen”, wie es auf einem Informationsblatt heißt.

„Unsere Treffen sind aber nicht ausschließlich auf familienpolitische Aspekte fixiert. Wir wollen mit unserem Angebot verschiedene Interessengruppen ansprechen.” So würden auch die Themenfelder Energie, Umwelt und Gesundheitswesen besprochen. Und neben Tanz gehören auch Lesungen zum Programm.

Die nächsten Termine sind Dienstag am 22. September, 6. und 27. Oktober, 24. November und 1. Dezember, jeweils um 17.15 Uhr (Rathaustreff) und 19.30 Uhr (Stammtisch).