Kreis Düren: Im Fokus: Kreis Düren wird zum Drehort

Kreis Düren : Im Fokus: Kreis Düren wird zum Drehort

„Kamera läuft - und Action!” Dieses Kommando soll es in Zukunft immer häufiger an der Rur geben, denn der Kreis Düren ist in Köln nun offiziell als 35. Mitglied in das Netzwerk der Filmstädte NRW aufgenommen worden.

14 Kommunen hatten sich Anfang des Jahres um die Aufnahme beworben, die Wahl fiel auf den Kreis Düren. Mit seiner Präsentation möglicher Drehorte in seinen 15 Städten und Gemeinden hatte er die Jury der Filmstiftung NRW überzeugt.

Der Bilderbogen reichte von der Zitadelle Jülich über Düren als Stadt mit 50er Jahre-Charme bis zu den touristischen Attraktionen in der Eifel. Und nicht zu vergessen: die Filmautobahn in Siersdorf, auf der Teams ohne Straßensperrungen spektakuläre Stuntszenen drehen können.

„Unsere Filmautobahn ist weithin einzigartig. Eine Konkurrenzstrecke - wenn man das überhaupt sagen kann - gibt es nur in Australien”, berichtete Landrat Wolfgang Spelthahn im Staatenhaus am Rheinpark. Auf Einladung der Filmstiftung NRW hatte der Kreis Düren dort während des Internationalen Filmkongresses im Rahmen des Medienforums NRW die Gelegenheit, sich als Neuzugang im Filmnetzwerk der Öffentlichkeit zu präsentieren.

„In ihrem Kreis gibt es viele gute Locations zwischen der niederrheinischen Bucht im Norden und der Eifel im Süden”, stellte Tanja Güß fest. „Sie werden unsere Internet-Datenbank sehr bereichern”, freute sich Andrea Baaken.

In diesem Verzeichnis sind bereits über 4000 Schauplätze aus den 35 Filmstädten gelistet. Filmteams nutzen es bei der gezielten Suche nach geeigneten Kulissen. Gefragt sind nicht nur Vorzeigeobjekte, sondern oft Orte mit ganz eigenem Charme.

Das zeigte die Ausstellung „Auf der Suche nach dem perfekten Motiv” sehr eindrucksvoll. 75 Fotografen hatten der Filmstiftung NRW über 300 Bilder von bislang unentdeckten Objekten zugeschickt. Die 30 Gewinnerfotos wurden beim Internationalen Filmkongress ausgestellt. Wie der Zufall es will, hatte die Jury den 1. Preis der aus Jülich stammenden Fotografin Martina Chardin zuerkannt. Einer ihrer Lehrer sei der Dürener Künstler Herb Schiffer gewesen, berichtete sie.

Für Landrat Wolfgang Spelthahn ist die Mitgliedschaft im Filmnetzwerk Kultur- und Wirtschaftsförderung zugleich. „Die Filmbranche boomt, die Produktionen sind sehr aufwändig. Wenn Teams bei uns drehen, dann ist das nicht nur gut für unsere Wirtschaft, sondern wegen der internationalen Vermarktung der Filme zugleich Standortmarketing für unseren Kreis.”

Dass sich die Mitgliedschaft im Netzwerk der Filmstädte lohnen wird, daran hat der Filmfan keine Zweifel: „Just heute gab es eine Anfrage eines Teams, das auf der Suche nach einem ganz speziellen Drehort ist.”

Im Kreishaus werden diese Anfragen zentral von Winfried Plum bearbeitet. Er hilft nicht nur beim Fahnden nach Drehorten, sondern koordiniert auch die Genehmigungsverfahren, die vor der Ansage „Kamera läuft - und Action!” erforderlich sind.