Waldfeucht: Igel-Team eilt von Sieg zu Sieg

Waldfeucht : Igel-Team eilt von Sieg zu Sieg

In der Werkshalle in Geilenkirchen-Gillrath fiebert derzeit das Igel-Motorsportteam aus dem Kreis Heinsberg den letzten beiden Rennen am 24. und 25. Oktober auf dem Hockenheimring entgegen.

Das Team eilt in den letzten Wochen von Sieg zu Sieg. Held der Rennserie 2003 ist dabei Teamchef Franz Josef Fischer aus Waldfeucht.

Auf der Rennstrecke in Spa /Belgien schrieb Franz Josef Fischer Rennsportgeschichte in der Tourenwagenmeisterschaft. Dort schaffte Fischer den 50. Rennsieg im Divinol-Cup.

Fischer musste eine wahre Gratulationscour über sich ergehen lassen. Im Training des 7. Laufes der Serie 2003 wuchs das Team über sich hinaus.

Jochen Thissen fuhr im ersten Training die absolute Bestmarke, die je in Spa im Divinol-Cup gefahren wurde.

Mit seinen 2.59,7 Minuten stand er natürlich auf der Pole im ersten Rennen (insgesamt pro Renntag zwei Rennen), wobei Fischer die magische Drei-Minuten-Grenze nur um knapp Dreizehntel verpasste. Dennoch startete auch er in seinem Rennen von Rang eins.

Jochen Thissen aus Effeld hat mehr als Blut geleckt, wächst von Rennen zu Rennen. Sein Rennen in Spa war an Dramatik nicht zu überbieten, wobei Thissen einige Überholversuche glänzend abwehren konnte.

Mit Bravour siegte er in Rennen eins, wobei Fischer mit seinem ebenfalls grandiosen Sieg den totalen Igel-Triumph abrundete.

Zum 8. Rennen auf dem Nürburgring fuhr das Team voller Hoffnung, wobei Fischer und Thissen erneut groß auftrumpften.

Diesmal hatte Fischer im Training die Nase leicht vor seinem Teamkameraden. „Das Team machte hier seine Witze, dass der alte Sack doch noch was drauf hat”, lachte Fischer, wobei der Teamchef ein dickes Kompliment an seine Crew weitergab.

„Ohne diese Mannschaft könnten Jochen und ich nicht so tolle Rennen fahren”, so Fischer.

Auf dem Hockenheimring hatte die Truppe wieder Schwerstarbeit zu leisten, denn die Bremsscheiben von Jochen Thissen glühten. Im Rennen war der Effelder nicht zu stoppen und ließ sich vom Führungswechsel nicht beeindrucken.

Er holte sich in beeindruckender Manier die Pole zurück und fuhr trotz erbitterter Attacken als Erster über die Ziellinie. Fischer schwebte weiter auf Wolke sieben, holte den 51. Klassensieg.

„Wenn wir in den letzten beiden Rennen auf Hockenheim weiter so erfolgreich sind, dann ist nach oben hin alles offen”, blickt der Teamchef optimistisch in die Zukunft.

In der Europawertung schaffte das Igel-Team mit Rang vier (Thissen) und Rang sechs (Fischer) den Sprung in die Top Ten. In der Einzelwertung (Fahrer) hat Fischer mit zwei Punkten Rückstand auf den Führenden noch berechtigte Hoffnung auf den Gesamtsieg.

In der Divinol-Wertung liegt das Team auf Rang sieben; auch hier ist der Vorsprung nicht groß.