Eschweiler/Stolberg: IG Metall ruft zu Streiks in Eschweiler und Stolberg auf

Eschweiler/Stolberg : IG Metall ruft zu Streiks in Eschweiler und Stolberg auf

Der Frieden ist vorbei. Für Mittwoch, 10. Januar, ruft die IG Metall die Beschäftigten der Metallbetriebe in Stolberg und Eschweiler zum Warnstreik auf.

Ab 13.30 Uhr werden die Kolleginnen und Kollegen sich aus den Oberstolberger Werken (ab Werkseinfahrt Aurubis Stolberg) und den Unterstolberger und Eschweiler Werken (Vorplatz Bastinsweiher) treffen, um von dort in zwei Demonstrationszügen durch die Stolberger Innenstadt zur Kundgebung auf den Willy-Brandt-Platz zu ziehen. Die Kollegen aus Eschweiler werden zudem mit Bussen nach Stolberg geholt. Auf dem Willy-Brandt-Platz wird dann ab 15 Uhr im Rahmen von Reden auf die Tarifforderung eingegangen.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in der Metall und Elektroindustrie sowie das Optionsrecht auf eine sogenannte „kurze Vollzeit“. Das bedeutet, eine Woche mit bis zu 28 Stunden mit einem Entgeltzuschuss für Kindererziehung, Pflege und Schichten oder belastende Arbeitszeiten. Auch eine zweite Warnstreikwelle schloss Martin Peters, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, auf Nachfrage unserer Zeitung nicht aus.

Fahnen und Trillerpfeifen

In Aachen wurde bereits gestreikt. Am Dienstag wurden die Fahnen der IG Metall nebst Trillerpfeifen im Technologiepark Rothe Erde ausgepackt. Beim ersten Warnstreik in Aachen traf es Philips beziehungsweise ehemalige Philips-Sparten, die mittlerweile verkauft worden sind — wie etwa den LED-Hersteller Lumileds.

Rund 100 Beschäftigte pfiffen dort auf das bisherige Verhandlungsangebot der Arbeitgeber, das aus Sicht der Arbeitnehmer eher als Unverschämtheit zu bezeichnen ist.

(se)