Kreis Heinsberg: Hunderte junger Sternsinger ziehen wieder von Tür zu Tür

Kreis Heinsberg : Hunderte junger Sternsinger ziehen wieder von Tür zu Tür

„Segen bringen, Segen sein“ lautet das Motto für die Aktion Dreikönigssingen, bei der Anfang Januar auch im Kreis Heinsberg wieder Hunderte junger Sternsinger an den Haustüren klingeln werden, um Geld für die Kinder in der Welt zu sammeln, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst.

„Die Sternsinger bringen den Segen Gottes in die Häuser und Wohnungen unserer Gemeinden und sind zugleich Segen für die notleidenden Kinder und Jugendlichen in aller Welt“, erklärte Ingrid Beiten das neue Motto den Teilnehmern des Vorbereitungstreffens für die kreisweite Aktion im geistlichen Zentrum im Haus der Caritas in Heinsberg. Die Jugendbeauftragte in der Region hatte gemeinsam mit Gemeindereferent Michael Kock, geistlicher Leiter im regionalen Vorstand vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zu der Informationsveranstaltung eingeladen. Der BDKJ ist gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Träger der Aktion Dreikönigssingen.

Beispielland ist im kommenden Jahr Tansania in Ostafrika. „Ein Land, wo es eigentlich genug zu essen gibt, wo aber die Ernährung doch sehr einseitig ist“, erklärte Ingrid Beiten. So gelte es dort genauer hinzuschauen beim Thema Gesundheit. „Für Gesundheit in Tansania und weltweit“ lautet denn auch der Untertitel der neuen Aktion. Das Plakat zeigt passend dazu die kleine, neunjährige Sharifa in ihrem Bett im Krankenhaus von Ndanda. Dort wird ihr komplizierter Beinbruch behandelt, den sie sich zugezogen hatte, als sie von einem Bagger angefahren worden war.

Die Zahlen aus Tansania hätten sie schockiert, räumte die Jugendbeauftragte ein. Dort sterbe jedes zehnte Kind bereits vor seinem fünften Lebensjahr. Hauptursache dafür sei Armut in Verbindung mit einem unzureichenden Gesundheitssystem. 2008, so die aktuellste Statistik, habe es in Tansania gerade einmal 100 Kinderärzte gegeben, in einem Land mit 44 Millionen Menschen, von denen etwa jeder zweite jünger sei als 15 Jahre. Und noch ein einprägsames Beispiel nannte sie in Bezug auf die Versorgung mit Zahnärzten. „Im Vergleich mit der Versorgung in Tansania gäbe es in der ganzen Stadt Köln nur vier Zahnärzte“, so Ingrid Beiten.

Nach einem einführenden Spiel, bei dem Zitate aus dem Werkheft zur neuen Aktion zu bewerten waren, stand der neue Film auf dem Programm. Darin berichtete Willi Weitzel, bekannt aus der Fernsehsendung „Willi wills wissen“, von seinem Besuch in Tansania: aus ­einem Kindergarten, einer Gesundheitsstation und einem Krankenhaus, zudem von einem privaten Besuch bei Kindern zu Hause und davon, wie Kinder in ihrem Land das Trinkwasser von der Wasserstelle holen. Die Vorstellung der übrigen Arbeitsmaterialien für die Sternsingergruppen und ein Austausch untereinander rundeten das Treffen ab.

(anna)