Vossenack: Hürtgenwald kämpft gegen uneinsichtige Motorradfahrer

Vossenack : Hürtgenwald kämpft gegen uneinsichtige Motorradfahrer

Jetzt bietet die Gemeinde Hürtgenwald uneinsichtigen Motorradfahrern die Stirn. Probeweise für ein Jahr werden an der bei Bikern so beliebten „Panoramastraße“, der L218 zwischen Vossenack und Schmidt, ein Parkplatz im Kalltal und der Vorplatz eines WVER-Pumpenhäuschens unmittelbar hinter der Ortsausfahrt Vossenack gesperrt.

So hat es der Gemeinderat nach kontroverser Diskussion entschieden.

Trotz erhöhter Polizeipräsenz und engmaschiger Überwachung sind die Beschwerden unverändert. Lärmbelästigung im Unterdorf und waghalsige Aktionen wie „Privatrennen“ oder „Stunts“, bei denen die Akteure teilweise stationär und mobil von „Enthusiasten“ gefilmt und fotografiert werden, sind immer noch an der Tagesordnung.

In der Diskussion im Gemeinderat wurde klar definiert, dass „es nur einige wenige Unbelehrbare“ sind, die immer wieder auffallen und keineswegs die Biker getroffen werden sollen, die vernünftig durch die herrliche Eifellandschaft fahren. Und erst recht nicht die Touristen.

Die Zweckentfremdung

Der asphaltierte Platz an dem Pumpenhäuschen, vorgesehen als Parkfläche für Fahrzeuge des Wasserverbandes, wird von den Bikern als „Fahrerlager“ zweckentfremdet. Auf dem Parkplatz im unteren Kalltal beobachten die „Fans“ die Szene. Michael Rambart (CDU) votierte für die Sperrung, „die leicht zu realisieren ist“. Heinz Kaumanns (SPD) warnte davor, „nicht die zu vertreiben, die dort als Touristen parken wollen“ und Stephan Cranen (FDP) sah in der Sperrung keine Möglichkeit, die Situation zu entschärfen: „Das Geschehen verlagert sich nur“.

Eine Schließung des Parkplatzes, wie jetzt mit 13 Ja- und zehn Nein-Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen wurde, hat auch das Straßenverkehrsamt befürwortet.

Die probeweise Sperrung für ein Jahr soll Erkenntnisse liefern, wie in Zukunft mit den uneinsichtigen Kradfahrern auf der Panoramastraße zu verfahren ist.

(fjs)