Wassenberg/Erkelenz: Hospiz-Arbeit gabs schon im Mittelalter

Wassenberg/Erkelenz : Hospiz-Arbeit gabs schon im Mittelalter

Die diesjährige Marienfeier am Birgelener Pützchen mit Weihbischof Dr. Gerd Dicke hat bei vielen Teilnehmern tiefe Eindrücke hinterlassen, vor allem seine einfühlsamen Worte zum ehrenamtlichen Dienst der Hospizhelfer bei Schwerkranken und Sterbenden.

Der Pfarrgemeinderat von St. Lambertus Birgelen hatte schon bei der Marienfeier ein Zeichen gesetzt und die Verwendung der Kollekte zur Unterstützung der Hilfsorganisationen „Regenbogen” Wassenberg und der „Station Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz” empfohlen.

Der Betrag von 1228 Euro wurde halbiert und zu gleichen Teilen jetzt durch eine Abordnung des Pfarrgemeinderates Birgelen sowohl in Wassenberg als auch in Erkelenz überreicht.

Begleitet wurde die Gruppe um den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Matthias Pastoors von Gemeindereferentin Brigitta Beiten und Diakon Dieter Gerhards. Den Vorstand der Hospizinitiative „Regenbogen” Wassenberg vertraten die Vorsitzende Martina Birkenbach aus Heinsberg, Elfriede Scheidtweiler und Hanns Heidemanns.

In seinen eindrucksvollen Erläuterungen des Begriffs „Hospiz” konnte Hanns Heidemanns auch in die Historie des mittelalterlichen Wassenberg zurückführen. Schon im 14. Jahrhundert gab es das „Jaastes” genannte „Gasthaus” in der Graf-Gerhard-Straße (heute Metzgerei Basten), das Kranken, Sterbenden und vor allem Armen Obhut, Speisung und Pflege gab.

Die 20 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen sind zurzeit in den Stadtbereichen Wassenberg und Heinsberg sowie in der Gemeinde Waldfeucht tätig. Durch ihre fachliche Fortbildung auf verschiedenen Gebieten entstehen auch Kosten, die auf dem Wege freiwilliger Spenden bestritten werden.

In der Hospiz-Abteilung der Caritas-Station Wassenberg bedankte sich Martina Birkenbach für die Initiative der Pützchen-Kollekte und für das große Interesse, das der Hospiz-Arbeit entgegengebracht wird.

Noch am gleichen Nachmittag folgte der Besuch in der Hospiz-Station der Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz. Ein Rundgang durch das Haus vermittelte Eindrücke, die den meisten der Teilnehmer bisher unbekannt waren.