Hochwasser hält auch das THW weiter in Atem

Hochwasser hält auch das THW weiter in Atem

Kreis Heinsberg. Die Hochwasserkatastrophe hält auch das THW aus der Region weiter in Atem.

Am vergangenen Wochenende entsandte der stellvertretende Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerkes in Erkelenz, Wolfgang Hahn, im Auftrag der THW-Leitung insgesamt 28 ehrenamtliche Helfer zu drei Standorten in der Krisenregion Ostdeutschland.

Konvois fuhren nach Torgau und Perleberg

Bereits am Sonntagnachmittag verließen zwei Helfer die Unterkunft in Richtung Stendal.

In der Nacht zum Montag startete ein Konvoi aus elf Fahrzeugen mit 59 Helfern, darunter neun Helfer aus Erkelenz und elf aus Übach-Palenberg, von der Unterkunft in Erkelenz nach Torgau.

Ein zweiter Konvoi mehrerer Ortsverbände mit 18 Erkelenzern fuhr am Montagmorgen von Neuss nach Perleberg. Die Dauer des Einsatzes ist zurzeit noch offen.

Aufgrund der umfangreichen Ausbildung und der hochwertigen Ausstattung des THW Erkelenz ist die Bandbreite der Aufgaben sehr vielfältig.

Breites Spektrum von Aufgaben

Die Bekämpfung von Ölschäden durch austretendes Heizöl, das großflächige Ausleuchten der Einsatzstellen, der Aufbau der Logistik für Material- und Helfertransporte, die Beseitigung von Tierkadavern einer Putenfarm, die Instandsetzung von Material und Fahrzeugen, aber auch das Befüllen und der Verbau von Sandsäcken gehören zu den Aufgaben der Erkelenzer THW-Helfer.

Die erforderlichen Verwaltungsarbeiten werden von einem mehrköpfigen Team in Zusammenarbeit mit der hauptamtlichen Geschäftsstelle in Mönchengladbach von der Unterkunft in Erkelenz abgewickelt.

Dazu zählt auch die Information der Arbeitgeber, die trotz der in den Betrieben entstehenden Probleme mit großem Verständnis auf die Anforderung reagiert haben. Dafür galt gilt den Arbeitgebern, insbesondere den Kleinbetrieben, ein besonderer Dank des THW.

Die Leitung des Ortsverbandes steht mit den Helfern im Krisengebiet in Kontakt. Mit vorbildlichem Einsatz absolvieren die Helfer, die überwiegend in „Zeltstädten” und ehemaligen Kasernen untergebracht sind, die 14-Stunden-Schichten.

Zusammenarbeit sehr gut

Die Zusammenarbeit mit den übrigen Katastrophenschutzeinheiten wie Feuerwehr, Bundeswehr, DLRG, Rotes Kreuz und weiteren Hilfsdiensten verläuft sehr gut, berichtete das Technische Hilfswerk in einer Meldung zum Hochwassereinsatz zur Wochenmitte.

Den hochmotivierten Helfern geht es, trotz der Strapazen, sehr gut. Vorsichtshalber wurde ein Teil der Helfer bereits gegen Hepatitis und Tetanus geimpft.

Im Ortsverband Erkelenz stehen inzwischen weitere „frische” Helfer bereit, die bei Bedarf kurzfristig einsetzbar sind.