Heinsberg: Hobbykünstler investieren viel Zeit, Arbeit und Herzblut

Heinsberg : Hobbykünstler investieren viel Zeit, Arbeit und Herzblut

Von der Malerei dominiert war die 22. Ausstellung für Hobbykünstler der Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg in der Heinsberger Begegnungsstätte, die Erster Beigeordneter Jakob Gerards offiziell eröffnete.

Fast ein Drittel der 24 Aussteller präsentierten an den drei Ausstellungstagen Acrylmalerei. Hinzu kamen Bilder in Öl, auf Seide, Stoff oder Porzellan, aus Stroh sowie mit Bleistift oder Kreide.

Häkel-, Strick- und Stickarbeiten wurden von den Besuchern ebenso mit bewundernden Blicken gewürdigt wie handgefertigte Bären oder die Arbeit des Puppendoktors. Skulpturen aus Speckstein oder Ton gehörten ebenfalls dazu. Abgerundet wurde das Programm mit Patchwork-Arbeiten, genähte Kissen und Taschen, mit Kerzen und Glückwunschkarten, mit der Restauration von Büchern sowie mit jahreszeitlichen Dekorationen wie Gewürzbasteleien oder Adventskränzen. Krippen waren in diesem Jahr nicht zu sehen; ebenso fehlte die traditionelle Verlosung. Dafür waren erstmals wieder Fotoarbeiten dabei.

Er habe sich mit der Fragestellung beschäftigt, wie Hobby und Kunst definiert seien, betonte Jakob Gerards in seiner Begrüßung. „Das ist die Arbeit, die man Ausbeutung nennen würde, wäre man nicht sein eigener Arbeitgeber”, hatte er im Internet bei seiner Suche zum Thema Hobby gefunden. Diese Aussage habe einen wahren Kern, erläuterte er den beteiligten Ausstellern, denn viel Zeit, viel Freizeit verwende jeder von ihnen zur Erstellung der Werke, die im Rahmen der Ausstellung präsentiert würden.

Und wer mit den Händen arbeite, dazu mit dem Kopf und mit dem Herzen, der sei ein Künstler, so seine weitere Erklärung. „Sie haben Arbeit, Handarbeit, Kopfarbeit, aber auch Herzblut investiert, um uns heute diese Ausstellung zu ermöglichen”, sprach der Erste Beigeordnete der Kreisstadt allen Teilnehmern seinen Dank aus. „Sie, meine sehr geehrten Hobbykünstler, leisten einen wesentlichen Beitrag zum Kulturleben in unserer Stadt.” Er finde es gerade in der heutigen, teils sehr hektischen Zeit wichtig, dass solche Ausstellungen im Kulturprogramm ihren Platz hätten. Denn dabei werde ein Dialog gepflegt zwischen Ausstellern, Besuchern oder gar Käufern. Dieser sei wichtig, um aufzuzeigen, wie Freizeit sinnvoll gestaltet werden könne.

Diese Hobbykünstler waren bei der Ausstellung vertreten: Gertrud Beulen, Claudia Caron, Agens Claßen, Rabea Dohmen, Gertrud Gilleßen, Annemarie Görtz, Luzie Küppers-Buck, Sigrid Landmesser, Elvira Meyers, Irene Munsche, Elvira Nießen, Rosemarie Over, Anni Porn, Annemarie Reinartz, Johannes Roubrocks, Wilhelm Sanetra, Katharina Sauer, Gabi und Josefine Schink, Alexandra Sonntag, Olga Stens, Elfriede Stübner, Rosel von der Ruhren und Gerda Wald.