Erkelenz: Hilfsaktion zweier Tamilen erbringt 40.000 Euro

Erkelenz : Hilfsaktion zweier Tamilen erbringt 40.000 Euro

Über 40.000 Euro sind das Ergebnis einer zunächst spontanen Reaktion der Geschwister Josline und Stefan Selvaratnam aus Hetzerath.

Die beiden aus Sri Lanka stammenden Tamilen sind in Deutschland geboren und leben in Erkelenz.

Als sie im Fernsehen die Bilder von der schrecklichen Flutkatastrophen sahen, „war für uns schnell klar, dass wir was tun müssen”, resümierte Josline Selvaratnam bei der Spendenübergabe. Und auch Bürgermeister Peter Jansen erinnerte sich gut an den Beginn der Spendenaktion.

Geschwister und Familie

Alles fing nämlich mit einem kurzen Telefonat im Rathaus an. Schnell war alles geklärt und ein Stand am Markt aufgebaut, wo Geld für die Flutopfer von den Geschwistern und ihrer Familie gesammelt wurde, um so den Landsleuten nach der schrecklichen Katastrophe helfen zu können.

Kirche und Presse

Unterstützt wurden sie bei ihrer Spendenaktion aber auch durch die Pfarre St. Josef Hetzerath, mit der sie gemeinsam eine Haussammlung für die Opfer des Seebebens in ihrer Heimat durchführten, so Josline weiter.

Die Kollekten in den Gottesdiensten zum Jahreswechsel der Gemeinschaft der Gemeinden Erkelenz, St. Maria und Elisabeth wurden ebenfalls zugunsten der Flutopfer durchgeführt und flossen in diese Aktion ein.

„Das meiste kam aber über die Artikel in der örtlichen Presse zusammen”, betonte die junge Frau. Denn so seien Spendenkontos bekannt geworden, über die viel Geld zusammen kam.

Jung und Alt

Erfreulich sei auch eine Aktion von vier und fünf Jahre jungen Kindergartenkindern aus Keyenberg gewesen. Mit selbstgebastelten „Schweinchen” gingen die Kleinen von Tür zu Tür und sammelten so 389 Euro für die Flutopfer, hieß es hocherfreut.

Die Kollekten in den Gottesdiensten zum Jahreswechsel der Gemeinschaft der Gemeinden Erkelenz, St. Maria und Elisabeth wurden ebenfalls zugunsten der Flutopfer durchgeführt und flossen in diese Aktion ein.

Bürgermeister Peter Jansen machte die Naturkatastrophe in seiner Ansprache anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs ebenfalls zum Thema.

Unterstützt durch die stellvertretenden Bürgermeister Christel Honold-Ziegahn und Theo Clemens, Stefan Selvaratnam sowie Vertretern der Tamilischen Rehabilitationsorganisation e.V. Wuppertal wurde dort einen Gesamtbetrag von ca. 1800 Euro gesammelt.

Norden und Süden

Das gesamte Spendenaufkommen aus diesen Aktionen erhält die Tamilische Rehabilitationsorganisation e.V. Wuppertal (TRO). Der Verein versucht damit, die aktuelle Not in den Überschwemmungsgebieten im Norden und Osten von Sri Lanka zu lindern.

Konkret ausgedrückt heissst dass: Es werden Nahrungsmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Gebrauchs mit dem Geld finanziert. Der stellvertretende Vorsitzende der TRO, Eswaran Somaskaskandarajah nahm die Spende entgegen.